Produktion

Produzentenverband ernennt regionale Delegierte

Um die Kommunikation vor Ort zu stärken und seine Mitglieder film- und medienpolitisch noch besser vernetzen zu können, hat der Produzentenverband insgesamt sieben regionale Delegierte berufen. Zudem wurde ein rechtspolitischer Berater für Vorhaben auf nationaler und europäischer Ebene benannt.

18.01.2021 09:52 • von Marc Mensch
Die sieben regionalen Delegierten des Produzentenverbandes: Jakob Weydemann, Andrea Schütte, Jakop Zapf, Marcel Lenz , Philipp Kreuzer, Jochen Laube, Bettina Brokemper (von links oben im Uhrzeigersinn) (Bild: Produzentenverband)

Vorstand und Geschäftsführung des Produzentenverbandes haben zu Beginn dieses Jahres insgesamt sieben regionale Delegierte für die Bundesländer mit den wichtigsten Förderinstitutionen berufen. Ziel ist es, den Verband und seine Mitglieder film- und medienpolitisch vor Ort und in der jeweiligen Förderlandschaft noch besser zu vernetzen und die Kommunikation zu stärken. Die Delegierten stehen demnach künftig für Gespräche, Konsultationen, Feedback, Panels und Gedankenaustausch als zur Verfügung und können über die zentrale E-Mail des Produzentenverbandes unter mail@produzentenverband.de kontaktiert werden. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Produzent*innen:

Berlin und Brandenburg: Jakob Weydemann (Weydemann Bros)

Hamburg und Schleswig-Holstein: Andrea Schütte (Tamtam Film)

Hessen: Jakob Zapf (Neopol Film Kellner und Zapf)

Nordrhein-Westfalen: Bettina Brokemper (Heimatfilm)

Baden-Württemberg: Jochen Laube (Sommerhaus Filmproduktion)

Bayern: Philipp Kreuzer (Maze Pictures)

Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt: Marcel Lenz (Ostlicht Filmproduktion)

Vorstandsmitglied Christiane Sommer (Razor Film) erklärt zu diesem Schritt: "Wir tragen mit der Berufung von regionalen Delegierten dem föderalen System Rechnung und stellen uns in den einzelnen Bundesländern stärker auf, um auf lokale Besonderheiten und Möglichkeiten direkt und schnell reagieren und die Belange der unabhängigen Produzent*innen bundesweit bestmöglich zu vertreten."

Um zudem anstehende Regulierungsvorhaben auf nationaler und europäischer Ebene "bestmöglich mitgestalten zu können", wie es in der Mitteilung des Produzentenverbandes heißt, wurde ebenfalls zum Jahresbeginn Rechtsanwalt Christoph Fey mit der rechtspolitischen Beratung beauftragt. Fey selbst sieht dabei eine zentrale Fragestellung: "Wie können unabhängige Produzent*innen als wirklich freie Unternehmen ihre eigenen Filme selbst auf den Markt bringen, ohne dort von den programmkaufenden Verwertern ausgebeutet zu werden? Das ist die alte Schlüsselfrage, die sie schon immer stellen, heute aber umso drängender, wo sie nicht nur auf die alte Marktmacht ihrer einheimischen Sender treffen, sondern jetzt auch auf die ganz neue der digitalen Großkonzerne, die mehr und mehr das globale Programm im Netz beherrschen."