Festival

Erste Details zum digitalen EFM

Die Berlinale gibt erste Details zum komplett online stattfindenden ersten Teil des in diesem Jahr wegen Corona zweigeteilten großem Branchenevents Anfang März bekannt. Neben der Struktur stehen die Projekte des Co-Production-Market fest. Darunter ist auch das Debüt einer Deutschen Kurzfilmpreis-Gewinnerin.

15.01.2021 14:47 • von Heike Angermaier
EFM-Direktor Dennis Ruh (Bild: Birte Filmer)

Die Berlinale gibt erste Details zum komplett online stattfindenden ersten Teil des in diesem Jahr wegen Corona zweigeteilten Branchenevents bekannt (wir berichteten). Beim vom 1. bis zum 5. März stattfindenden EFM wird es virtuelle Stände geben, die Marktvorführungen können in Zeitfenstern abgestimmt auf die lokale Zeit der Besucher*innen gebucht werden, so dass der Markt fast wie in den Vorjahren stattfinden kann. "Die Weltvertriebe haben ihre Line-ups für den Jahresstart gut gefüllt und können ein attraktives Angebot an Filmen offerieren. Auch sind viele Filme in Produktion und für den Vorverkauf bereit. Wir wollen mit dem digitalen EFM 2021 einen Impuls für den Neustart der internationalen Filmbranche geben", so der neue EFM-Direktor Dennis Ruh in der Pressmitteilung der Berlinale. Die den EFM begleitenden Berlinale Series Market, DocSalon, EFM Producers Hub, Berlinale Africa Hub, EFM Landmark, EFM Horizon sowie die Initiative Diversity & Inclusion finden als Industry Sessions auf www.efm-berlinale.de statt.

Auch der Coproduction-Market wird online stattfinden. Unter den 35 ausgewählten Projekten aus 25 Ländern befindet sich u.a. das von Weydemann Bros produzierte Langfilmdebüt der Deutschen Kurzfilmpreis-Gewinnerin Sophia Bösch "Milkteeth" sowie das Drama "Maysoon" um eine Ägypterin in Berlin von Nancy Biniadaki, das Watchmen Productions vorbereitet. Mit dabei ist außerdem das neue Projekt von Annemarie Jacir, die bereits mit Filmen auf der Berlinale präsent war. Die Berliner One Two Films ist bei "The Oblivion Theory" Koproduzent der französischen Incognito Films.

Unter den 200 ausgewählten Berlinale Talents aus 65 Ländern, die digital am Programm unter dem Motto "Dreams" teilnehmen, sind erstmals Kurator*innen von Festivals, VOD-Plattformen und kommunalen Kinos - und mehr Frauen als Männer. Uli Hanisch gestaltete die in den vergangenen Ausgaben bewährte Location HAU (Hebbel am Ufer) für die digitalen Panels und Workshops.

Auch die Gespräche zum World Cinema Fund werden unter WCF Days online zu sehen sein.

Ab Februar wird es weitere Informationen geben, auch zu den mit Spannung erwarteten Titeln von Wettbewerb, Berlinale Special, Encounters, Panorama, Forum, Forum Expanded, Generation, Berlinale Shorts, Berlinale Series und Perspektive Deutsches Kino, die es für die Branche ebenfalls im März zu sehen gibt. Das Publikumsevent mit Gala-Premieren findet im Juni statt.