Kino

"Bond" vor erneuter Verschiebung?

Es wäre leider ein äußerst plausibles Szenario: Nachdem Sony heute "Morbius" aus dem März abgezogen hat, spekulieren US-Medien über eine neuerliche Terminverlegung für "Keine Zeit zu sterben". Informationen dazu kämen nicht zuletzt aus dem Kreis vorab informierter Promotionspartner.

12.01.2021 19:58 • von Marc Mensch
Rami Malek in "Keine Zeit zu sterben" (Bild: Universal)

Eine allzu große Überraschung wäre es angesichts der derzeitigen Pandemiesituation in den USA und Europa, dem langsamen Impffortschritt und der Knappheit an Impfstoffen leider absolut nicht. Die Nachricht unterstreicht jedoch, wie hart der Jahresauftakt für die Kinos tatsächlich zu werden droht. Nachdem Sony heute bereits die neuerliche Verlegung von Morbius" bekannt gegeben hatte (wir berichteten), gehen US-Medien wie Deadline nun davon aus, dass Keine Zeit zu sterben" das Frühjahr verlassen wird. Nachdem Publikumsmedien bereits die von einem niederländischen Kinobetreiber namens Carlo Lambregts gestreuten Gerüchte über eine Verlegung in den November übernommen hatten, will Deadline nun aus eigenen Quellen erfahren haben, dass Promotionspartner des Films bereits über eine neuerliche Verschiebung in den Herbst informiert worden seien - wobei der November dabei nicht ausdrücklich verifiziert worden sei.

Dass der Film sogar doch noch bei einem Streamer landen könnte, sollte der April-Termin tatsächlich fallen, gilt unterdessen zwar als unwahrscheinlich, nachdem die Preisvorstellungen von MGM und großen Playern wie Netflix, Amazon oder Apple schlicht zu weit auseinander gelegen haben sollen. Denn nicht etwa die Streamer hatten rund 600 Mio. Dollar angeboten, wie dies mehrfach falsch berichtet worden war. Sondern MGM hatte diesen Preis (angeblich) in den Raum gestellt - für eine lediglich einjährige Lizenz. Allerdings befindet sich MGM in einer äußerst angespannten Situation, kurz vor den Feiertagen flammten neuerliche Gerüchte über Bestrebungen zum Verkauf auf, diesmal des gesamten Studios.

Ein offizielles Statement von MGM oder Universal liegt unterdessen noch nicht vor.