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TV-Jahresmarktanteile: ZDF baut Vorsprung aus

Marktführer ZDF konnte seinen Gesamtmarktanteil im vergangenen Jahr gegenüber 2019 noch einmal steigern und baute seinen Vorsprung gegenüber dem Ersten damit aus. Bei den 14- bis 49-Jährigen büßte Marktführer RTL leicht gegenüber dem Verfolger ProSieben ein.

04.01.2021 11:20 • von Jochen Müller
ZDF-Intendant Thomas Bellut (Bild: Carmen Sauerbrei)

Mit einem Gesamtmarktanteil von 13,6 Prozent lag das ZDF im vergangenen Jahr um 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Jahres 2019 und konnte seine Marktführerschaft gegenüber dem Ersten, das auf 11,3 Prozent verharrte, damit ausbauen. Neben den Informationssendungen zur Corona-Pandemie profitierten die Mainzer 2020 davon, das sie aufgrund der Beteiligung des FC Bayern München die Übertragung des Champions-League-Finales ins Programm nehmen konnten und damit auf deutlich mehr als zwölf Mio. Zuschauer kamen (wir berichteten). Außerdem verzeichneten 2020 gleich sieben ZDF-Krimis acht Mio. Zuschauer oder mehr. Im Ersten war neben der Corona-Berichterstattung erneut der "Tatort" das Zugpferd des Jahres; den Jahresbestwert erzielte der Münster-Tatort: Es lebe der König!" Mitte Dezember mit deutlich mehr als 13 Mio. Zuschauern.

Bei den 14- bis 49-Jährigen konnten das ZDF und das Erste als Primär-Informationsquelle über die Corona-Pandemie auch in dieser Zielgruppe ihre Marktanteile auf 6,4 und 6,9 Prozent steigern - die private Konkurrenz büßte im Vergleich zum Vorjahr durch die Bank ein. Mit 0,7 Prozentpunkten am höchsten lag das Minus bei Marktführer RTL, der auf 11,4 Prozent kam, wo Shows wie "Let's dance" und "Ninja Warrior Germany" zwar überzeugen konnten, "Das Supertalent" im Vergleich zu den Vorjahren aber enttäuschte. ProSieben verlor beim 14/49-Marktanteil im Jahresvergleich einen halben Prozentpunkt um kam auf 9,1 Prozent.

Mit 0,1 Prozentpunkten jeweils das geringste Minus unter den privaten Sendern verbuchten Sat1 (7,7 Prozent) und RTLZWEI (4,9 Prozent). Kabel eins lag mit fünf Prozent 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert bei den 14- bis 49-Jährigen, Vox büßte einen halben Prozentpunkt ein und kam mit 6,6 Prozent auf den schwächsten Wert seit 2015.