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Kino

SPIO nimmt Wirtschaftsministerium bei Hilfsprogrammen in die Pflicht

Nach der gestrigen Verlängerung des Teil-Lockdowns bis 20. Dezember hat SPIO-Präsident Thomas Negele neben den kulturellen auch wirtschaftspolitische Hilfestellungen für die Filmwirtschaft gefordert.

26.11.2020 08:37 • von Jochen Müller
SPIO-Präsident Thomas Negele (Bild: SPIO)

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"Die Filmwirtschaft kann in Zukunft entweder Hollywood-Importeur oder Exportchampion werden. Dafür muss die Wirtschaftspolitik mit effektiven Hilfs- und Investitionsprogrammen jetzt die Weichen stellen", schließt SPIO-Präsident Thomas Negele seine Stellungnahme zur gestern beschlossenen Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember.

Zwar seien die gestern gefällten Beschlüsse laut Negele "sicherlich ein weiterer wichtiger Schritt zur Eindämmung der 2. Welle der Corona-Pandemie", doch die angekündigten Hilfen könnten nicht Schritt halten. Ausdrücklich lobte Negele in diesem Zusammenhang den "engagierten Einsatz unserer Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und der Filmländer, wie Bayern und Nordrhein-Westfalen", gab aber gleichzeitig seiner Hoffnung Ausdruck, "dass wir in dieser dramatischen Situation auch im Wirtschaftsministerium Gehör finden"; schließlich befinde man sich an einem Scheidepunkt.

"Immer mehr deutsche und europäische Filmunternehmen leiden strukturell. Das führt zu Konzentrationsprozessen, welche die Vielfalt und Unabhängigkeit unserer Branche in den Bereichen Kino, Verleih und Produktion gefährden. Deshalb bedarf es nicht nur kultureller, sondern auch wirtschaftspolitischer Antworten und Hilfestellungen. Schon heute zeigt zum Beispiel die Nachfrage - von den Kinos bis zu den filmtechnischen Dienstleistern - beim Innovationsprogramm 'Digital jetzt' den Bedarf der Branche", so Negele.