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Arte geht 2021 "In Therapie" und feiert die Weltmeere

Der Kultursender Arte zeigt sich für 2021 programmtechnisch gut aufgestellt. Eines der ersten Highlights dürfte die Serie "In Therapie" von den "Ziemlich beste Freunde"-Machern werden.

25.11.2020 11:59 • von Michael Müller
Éric Toledano (l.) und Olivier Nakache gehen auf Arte "In Therapie" (Bild: Georges Biard, Wikipedia)

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Der deutsch-französische Fernsehsender Arte hat am Dienstag eine Programmvorschau gegeben. Zu den Highlights der kommenden Monate gehören die französische Serie "In Therapie" und der Programmschwerpunkt "Winter of Oceans", der vom 16. bis 29. Januar die Vielfalt der Weltmeere in Dokumentationen, Reportagen und Spielfilmen beleuchtet.

"In Therapie" verspricht, ein Serien-Highlight zu werden, weil die beiden "Ziemlich beste Freunde"-Macher Olivier Nakache und Éric Toledano dahinter stehen, die bei der virtuellen Pressekonferenz einen ersten Einblick gaben. Es ist die französische Adaption der israelischen Fernsehserie "BeTipul". Der Ausgangsstoff ist sehr beliebt. Die Amerikaner adaptierten das Format vor ein paar Jahren in der Serie "In Treatment" mit Gabriel Byrne in der Hauptrolle, die in Deutschland auf 3sat lief. Die neue Serie hat 35 halbstündige Episoden zu bieten und ist ab Ende Januar in der Arte-Mediathek sowie ab Anfang Februar immer donnerstags im Senderprogramm zu finden.

Ein weiteres fiktionales Highlight wird das historische Familiendrama "Frieden" von Michael Schaerer mit Annina Walt und Max Hubacher sein, das in der Schweiz des Jahres 1945 spielt. Die Serie hat sechs Episoden. Für das Drehbuch recherchierte die Autorin Petra Volpe mehr als neun Jahre lang.

Im Februar begleitet der Sender wie immer die Berlinale mit einem ausgewählten Spielfilmprogramm. Es läuft unter anderem der Wettbewerbsbeitrag Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot" von Philip Gröning sowie im Januar die tschechisch-deutsch-französische Arte-Koproduktion "Veteran" von Jan Hrebejk und der Film "Atlas" mit Rainer Bock und Albrecht Schuch.

Der "Winter of Oceans" dauert auf Arte zwei Wochen lang, wenn der Sender sich ab dem 16. Januar auf die Weltmeere konzentriert. Spielfilme wie Die Tiefseetaucher", Whale Rider", Styx" oder der Richard-Fleischer-Klassiker "Die Wikinger" thematisieren genauso die Ozeane wie diverse Dokumentationen. Das Meer als Kriegsschauplatz behandeln zum Beispiel "In den Fängen der Wikinger" und "U-Boote. Die Geschichte einer Waffe". Die Wissenschaftsdokumentation "Die Rettung der Korallen" wiederum beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt.

Für die Musikfans gibt es Dokumentationen über die "Toten Hosen" und Eric Clapton sowie einen Beethoventag. "Die digitale Plattform Arte Concert will auch im kommenden Jahr der kulturellen Flaute verstärkt entgegenwirken und unter dem Motto #WirBleibenOffen Kulturerlebnisse aller Art ermöglichen, solange Konzertsäle, Opernhäuser, Kinos und Clubs geschlossen bleiben müssen", heißt es von Arte.

Die Dienstagabende sollen auf dem Sender investigativ bleiben. Der Dokumentarfilm "Kleines Virus, große Folgen" zieht etwa ein Zwischenfazit zum Coronavirus. Zum 200. Todestag Napoleons bringt Arte wiederum die deutsch-französische Koproduktion "Napoleon und Metternich: Der Anfang vom Ende", die das fast neunstündige Duell der Worte von 1813 unter die Lupe nimmt.