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Kino

Kinos in England dürfen wieder öffnen

Ab 2. Dezember dürfen Kinos in England mit Einschränkungen wieder öffnen. Die Tatsache, dass sie in Gebieten mit hohem Infektionsgeschehen weiter geschlossen bleiben müssen, sorgt bei den Kinobetreibern für Proteste.

24.11.2020 08:40 • von Jochen Müller
Englands Kulturminister Oliver Dowden (Bild: imago images / i images)

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Die Kinos in England dürfen ab 2. Dezember größtenteils wieder öffnen. Wie Kulturminister Oliver Dowden jetzt via Twitter bekannt gab, würden Indoor-Veranstaltungen bis zu einer Grenze von 1.000 Besuchern bzw. 50 Prozent der Kapazität - je nachdem, welche Zahl niedriger ist - wieder erlaubt. Allerdings gilt dies nicht für alle Kinos des Landes, das - abhängig vom Infektionsgeschehen - in drei Cluster eingeteilt wird. Kinos in dem Cluster mit dem höchsten Infektionsgeschehen müssen laut Dowden auch weiter geschlossen bleiben.

Zwar wird erst kurz vor Beendigung des seit 5. November dauernden Lockdowns festgelegt, wie diese Cluster aussehen werden, doch scheint schon klar, dass beispielsweise London mindestens in das Cluster mit dem zweithöchsten Infektionsgeschehen eingeordnet werden wird.

Die UK Cinema Association bezeichnete die Entscheidung, Kinos in dem Cluster mit dem höchsten Infektionsgeschehen geschlossen zu lassen, vor dem Hintergrund, dass Warner den Start von Wonder Woman 1984" für 16. Dezember angekündigt hat, als "herzzerreißend".

In ihrer Stellungnahme betont die UK Cinema Association, dass man viel in Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für die Kinos investiert hatte; eine Umfrage unter Kinobesuchern habe ergeben, dass sich 93 Prozent bei ihrem Kinobesuch sicher gefühlt hätten. Die jetzige Entscheidung, nicht alle Kinos öffnen zu können, mache es für viele Kinos gerade vor dem Hintergrund, dass die Weihnachtszeit, in der vor allem Familien in die Kinos gehen, noch schwerer, zu überleben. Die UK Cinema Association forderte die Regierung daher dazu auf, diese Entscheidung, nicht allen Kinos die Wiedereröffnung zu erlauben, noch einmal zu überdenken, "wenn es keinen weiteren Schaden für die englische Kinobranche geben soll".