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Festival

Goldener Frosch für "Nomadland"-Kameraarbeit

Das Cameraimage-Festival in Polen gilt als Oscar-Gradmesser für Kamermänner- und frauen. Den Hauptpreis gewann jetzt "Nomadland".

23.11.2020 15:39 • von Michael Müller
Frances McDormand vor dem Himmel-Panorama im "Nomadland" (Bild: Walt Disney)

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Im internationalen Wettbewerb des Cameraimage-Festivals in der polnischen Stadt Torun hat am Wochenende der US-Film Nomadland" den Goldenen Frosch gewonnen. Kameramann Joshua James Richards wurde damit für seine Leistung bei einem der bisherigen Oscar-Frontrunner geehrt. Der Festivalpreis gilt als sehr gutes Omen für eine Nominierung der Academy Awards, auch wenn dieses Jahr alles im Oscar-Kalender aus den Fugen geraten scheint.

Vergangenes Jahr gewann Lawrence Sher beim Festival für seine Kameraarbeit bei "Joker", wurde für den Oscar nominiert, verlor letztlich aber gegen Roger Deakins (1917"). Der Sam-Mendes-Film hatte zum Zeitpunkt des Festivals allerdings noch keine Weltpremiere gefeiert. Dahingehend wird es wohl auch 2021 noch einige späte Überraschungskandidaten geben.

Der Silberne Frosch für den zweiten Platz ging in Torun jedenfalls an Rauno Ronkainen für den Film Helene", Platz drei erhielt Nicolaj Brüel für seine Kameraführung bei Matteo Garrones "Pinocchio", der auf der Berlinale Weltpremiere feierte. Mit im internationalen Wettbewerb nominiert waren unter anderem auch die Kameraarbeiten von Ammonite", "The Banker", dem schweizer-deutschen Film "Bis wir tot sind oder frei", Charlatan" und "Never Gonna Snow Again".