Kino

Cineworld sichert sich Liquiditätsschub

Dem weltweit zweitgrößten Kinobetreiber ist es vorerst gelungen, eine Insolvenz abzuwenden, so konnte er sich unter anderem eine neue Kreditlinie über 450 Mio. Dollar Dollar sichern, zusammen mit weiteren Maßnahmen sollen Cineworld innerhalb kurzer Zeit insgesamt 750 Mio. Dollar an neuen liquiden Mitteln zur Verfügung stehen.

23.11.2020 10:39 • von Marc Mensch
Cineworld zeigt sich zuversichtlich, mit geschlossenen Häusern bis zu einem Ende der Corona-Krise ausharren zu können (Bild: Cineworld)

Nachdem Cineworld einem Bericht der Financial Times zufolge noch vor Kurzem das Szenario einer Insolvenz in Eigenverwaltung erwogen hat (wir berichteten), gab es nun einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Geldgebern. Wie die weltweit zweitgrößte Kinokette mitteilte, konnte sie sich eine neue Kreditlinie im Umfang von 450 Mio. Dollar sichern, unter anderem Neuverhandlungen von Verbindlichkeiten und anstehende Steuerrückzahlungen sollen den Liquiditätsschub, den das Unternehmen erfährt, um weitere 300 Mio. Dollar erhöhen.

Alles in allem geht Cineworld in einem Statement davon aus, dass die nun in die Wege geleiteten Schritte ausreichen werden, um genug finanziellen Spielraum zu bieten, bis die Pandemie-bedingten Restriktionen in Schlüsselmärkten aufgehoben werden und Studios ihre großen Filme wieder im Kino starten können.

"Die Maßnahmen, die wir heute bekannt gegeben haben, lassen uns zusätzliche Liquidität im Umfang von 750 Mio. Dollar zukommen. Langfristig werden die operativen Verbesserungen, die wir seit dem Beginn der Pandemie umgesetzt haben, die Profitabilität und Krisenfestigkeit von Cineworld weiter steigern. Die gesamte Gruppe beobachtet die Entwicklungen in den für uns relevanten Märkten genau und das gesamte Team fokussiert sich aktuell auf das Kostenmanagement", so CEO Mooky Greidinger.

Einer Unternehmensmitteilung zufolge soll es - auch dank erfolgreicher Verhandlungen mit einzelnen Vermietern - gelungen sein, den monatlichen Finanzverbrauch für die Zeit, in der die Cineworld-Häuser geschlossen bleiben, auf rund 60 Mio. Dollar zu drücken.

Unterdessen ließ Greidinger durchblicken, dass die US-Kinos von Cineworld-Tochter Regal wohl auch den Start von Wonder Woman 1984" nicht zum Anlass für eine Wiedereröffnung nehmen werden, ohnehin hatte Cineworld während der gesamten Pandemie keine Zugeständnisse beim Kinofenster gemacht: "Wir freuen uns darauf, im Jahr 2021 den Betrieb wieder aufnehmen zu können und Filmfans auf der ganzen Welt wieder zum Leinwanderlebnis mit einer aufregenden Slate begrüßen zu können."