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Filmfestival Max Ophüls Preis verlängert als reine Online-Ausgabe

Die 42. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis findet im Januar 2021 als reine Online-Ausgabe statt und ist um einen Tag verlängert worden. Ein Teil des Festivals soll im weiteren Jahresverlauf als Präsenzveranstaltung in den saarländischen Kinos nachgeholt werden.

20.11.2020 11:34 • von Jochen Müller
Festivalleiterin Svenja Böttger und Künstlerischer Leiter Oliver Baumgarten (Bild: FFMOP/Oliver Dietze)

Ende September waren die Veranstalter des Filmfestivals Max Ophüls Preis noch zuversichtlich, dass dessen 42. Ausgabe noch schwerpunktmäßig in den Saarbrücker Kinos stattfinden könne (wir berichteten). Nun wurde bekannt gegeben, dass das Festival von 17. bis 24. Januar als reine Online-Ausgabe stattfinden wird. Damit wird das Festival im Vergleich zur ursprünglichen Terminierung aber auch um einen Tag nach vorne verlängert.

Auf einer eigens für das Festival entwickelten Streaming-Plattform werden die Filme der vier Wettbewerbe "Spielfilm", "Dokumentarfilm", "Mittellanger Film" und "Kurzfilm", in deren Rahmen Preise im Wert von mehr als 110.000 Euro vergeben werden, sowie der Nebenreihen im Festivalzeitraum on Demand zur Verfügung stellen. Ergänzt wird das durch einen neuen, linearen Web-Kanal. Ebenfalls online stattfinden werden Eröffnungsveranstaltung und Preisverleihung sowie das Branchenprogramm "MOP-Industry" - jeweils "in angepasster Form", wie die Veranstalter betonen. Im Laufe des Jahres 2021 ist außerdem geplant, einen Teil des Festivals in Anwesenheit der Preisträger*innen als Präsenzveranstaltung in den saarländischen Kinos nachzuholen.

Festivalleiterin Svenja Böttger und Künstlerischer Leiter Oliver Baumgarten zu der aktuellen Entscheidung: "Es hilft kein Wünschen und kein Hoffen: Die aktuellen Umstände erfordern im Sinne der Vernunft ein flexibles Umdenken in der Ausgestaltung unseres Filmfestivals. Und so traurig uns dieser in der Geschichte des Filmfestivals Max Ophüls Preis hoffentlich einmalig bleibende Umzug ins Digitale auch stimmen mag: Wir haben diese Option stets mitgedacht und wollen nun alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Festivalcharakter mit innovativen Formaten und lebendigen Ideen auf adäquate Weise ins Digitale zu übertragen. Die Szene des deutschsprachigen Filmnachwuchses ist quicklebendig - sie hat unsere Aufmerksamkeit absolut verdient. Und genau das soll unsere digitale Ausgabe leisten: Plattform sein, um in Zeiten der Pandemie die Arbeiten junger Filmschaffender zu würdigen, zu diskutieren und ihnen eine möglichst breite Öffentlichkeit zu bieten.

Wir bedauern zutiefst, dass wir mit vielen unserer langjährigen Partner und Unterstützer aus der Kino-, Event- und Hotelbranche in diesem Jahr keine Kooperationen eingehen können. Wir möchten mit unserer geplanten physischen Festivaledition etwas später im Jahr zumindest einen kleinen Teil an Unterstützung, die uns durch unsere Partner immer wieder zuteil wird, zurückgeben.

Ein besonderer Dank gebührt der Landeshauptstadt Saarbrücken, der saarländischen Landesregierung, unseren Sponsoren und Förderern sowie unseren Festivalpaten, die uns in den schwierigen Zeiten weiterhin uneingeschränkt zur Seite stehen und am Vertrauen in unser Team und eine Umsetzung der 42. Festivalausgabe niemals Zweifel haben aufkommen lassen."

Weitere Informationen zur digitalen Ausgabe des Filmfestival Max Ophüls Preis, deren Programm am 16. Dezember bekannt gegeben werden soll, werden in den kommenden Wochen unter unter www.ffmop.de veröffentlicht.