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Produktion

NRW-Kabinett beschließt Millionentopf zur Absicherung von Produktionen

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will bis zu 21 Mio. Euro für zwei Ausfallfonds zur Absicherung von Film- und Fernsehproduktionen bereitstellen.

17.11.2020 16:54 • von Marc Mensch
Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei NRW und zuständiger Staatssekretär für Medien (Bild: Land NRW/R. Sondermann)

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Um einen "weiteren Beitrag zum Erhalt der vielfältigen, innovativen und kreativen Medienbranche in Nordrhein-Westfalen zu leisten", wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat das NRW-Kabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dass die Landesregierung bis zu 21 Mio. Euro für zwei Ausfallfonds zur Absicherung von Film- und Fernsehproduktionen bereitstellt.

Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung des Landtags werden TV-Produzenten aus Nordrhein-Westfalen eine Absicherung und Erstattung möglicher pandemiebedingter finanzieller Ausfallschäden beantragen können. 16 Millionen Euro sollen dabei in den länderübergreifenden Ausfallfonds für Fernseh- und Streamingproduktionen gehen, der nun zeitnah starten soll. Die restlichen fünf Mio. Euro sind als Ergänzung des bereits bestehenden Ausfallfonds für Kinoproduktionen und hochwertige TV-Serien gedacht.

Der für Medien zuständige Staatsekretär und Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, erklärte dazu: "Nordrhein-Westfalen ist einer der führenden Filmstandorte in Deutschland und mit Abstand Fernsehland Nummer Eins. In keinem anderen Bundesland werden mehr Fernsehsendungen produziert. Auch in Pandemiezeiten müssen Kinofilme und Fernsehproduktionen entstehen können. Die nun bereitgestellten 21 Millionen Euro sichern Produzenten und Sender aus Nordrhein-Westfalen gegen existenzbedrohende finanzielle, pandemiebedingte Ausfälle ab. Mit unserem Beitrag in den beiden Ausfallfonds sorgen wir dafür, dass Dreharbeiten weiterhin stattfinden und somit viele tausende Arbeitsplätze im Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen erhalten werden können."

Dass der TV-Ausfallfonds unter Federführung der NRW-Staatskanzlei mit den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern verhandelt worden sei und NRW mehr Geld als jedes andere Land in Deutschland für die Risikoabsicherung aufwende, wie es in einer Mitteilung heißt, kommt offenbar nicht von ungefähr: Mit rund 285.200 produzierten Sendeminuten liege Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich auf Platz 1 (Marktanteil 38,2 Prozent; Zahlen 2017/2018).