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England und Österreich gehen in den Lockdown

Zwei weitere europäische Länder haben heute angekündigt, das öffentliche Leben in der kommenden Woche herunterzufahren - und Österreich adressiert dabei auch den privaten Bereich in besonderem Maße.

31.10.2020 20:57 • von Marc Mensch
Corona zwingt weitere Länder in die Knie (Bild: imago images/ZUMA press)

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat heute einen zweiten Lockdon verkündet, der ab Dienstag und bis Ende November gelten soll - und in dessen Rahmen das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen kommt. So werden ähnlich wie hierzulande Veranstaltungen verboten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, ebenso die Gastronomie, auch Hotels sind betroffen. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben - wenn auch eingeschränkt und unter Auflagen - zunächst offen. Wo Österreich deutlich strenger vorgeht als Deutschland, ist im privaten Bereich: Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr werden Ausgangsbeschränkungen eingeführt.

"Das heißt, dass man den eigenen Haushalt nicht mehr verlassen darf, um andere Menschen zu treffen und zu besuchen. Das ist leider Gottes deshalb notwendig, weil wir gerade am Abend erlebt haben, dass es oft hier zu Zusammenkünften, zu Partys im privaten Bereich kommt, wo viele Ansteckungen die Folge waren", so Kurz. Betroffenen Unternehmen sollen bis zu 80 Prozent der Umsätze des Vorjahresmonats als Hilfe erstattet werden.

Für England (Schottland und Wales haben bereits eigene Restriktionen aufgesetzt) wiederum hat Premier Boris Johnson einen vierwöchigen Lockdown verkündet, der am 5. November starten soll. Teil der Maßnahmen sind weitereichende Schließungsanordnungen, die das Gastgewerbe, die Unterhaltungsbranche und alle nicht unverzichtbaren Geschäfte erfassen.

Spanien geht aktuell übrigens einen anderen Weg und reagiert aktuell nicht mit flächendeckenden Schließungen von Unternehmungen - allerdings mit der Abriegelung von immer mehr Regionen.