Kino

Frankreich beschließt schärfere Corona-Maßnahmen

Infolge des steigenden Infektionsgeschehens gelten in Frankreich bereits ab morgen strenge Ausgangsbeschränkungen. Zunächst bis 1. Dezember müssen auch die Kinos wieder schließen.

29.10.2020 10:23 • von Jochen Müller
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron verkündete gestern strengere Corona-Maßnahmen (Bild: imago images / Hans Lucas)

"Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Staatspräsident Emmanuel Macron gestern in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. Dabei kündigte Macron zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitreichende Maßnahmen an, die vom morgigen Freitag an bis zum 1. Dezember gelten sollen. So dürfen die Menschen in Frankreich das Haus beispielsweise nur noch für notwendige Einkäufe oder Arztbesuche, für den Weg zur Arbeit oder zum Abholen der Kinder von Schule oder Kindergarten verlassen; gearbeitet werden soll jedoch wenn irgend möglich von zuhause. Zum Verlassen des Hauses wird ein Passierschein benötigt.

Im Gegensatz zum ersten Lockdown im März sollen die meisten Schulen und Kindergärten diesmal geöffnet bleiben, Bars, Restaurants und Kinos werden aber wieder geschlossen.

Vor Macrons Fernsehansprache hatte Regierungssprecher Gabriel Attal erklärt: "Die zweite Welle ist da". Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser drohen laut Attal in zwei Wochen eine ähnliche Lage wie auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Am Sonntag wurden in Frankreich erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert.