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ver.di fordert Verbesserung von Vergütungen bei Onlineverwertung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich an die öffentlich-rechtlichen TV-Sender und das Deutschlandradio gewandt mit der Forderung, die Zuschläge für die Online-Verwertung von Inhalten zeitgemäß anzupassen.

28.10.2020 11:56 • von Jochen Müller
Christoph Schmitz, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand (Bild: ver.di)

"Die derzeitigen Zuschläge bei öffentlich-rechtlichen Sendern auf die Vergütungen bei der Verwertung in eigenen Abruf- und Onlinediensten stammen aus dem Jahr 2003 und sind durch die technischen Möglichkeiten der Mehrfachverwertung materiell völlig überholt", begründet Christoph Schmitz, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die an die deutschen TV-Sender und das Deutschlandradio gestellte Forderung, hier "zeitgemäße Anpassungen", die von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio verweigert würden, vorzunehmen. Zeitgleich hätten ARD, ZDF und Deutschlandradio "trimediale Medienkonzepte, Social-Media-Kanäle, mobile Mediennutzungen und Mediatheken entwickelt und aufgebaut", so Schmitz.

Aktuell könnten die betroffenen Medienschaffenden weder das Hochladen ihrer Inhalte auf Videoplattformen wie Youtube noch deren Verkauf und Lizenzierung an in- und ausländische Medien überprüfen, so ver.di weiter. Die Erlöse der von den Sendern verkauften Lizenzen würden nicht offengelegt.

"Was wir in Deutschland dringend brauchen, sind Verbesserungen bezogen auf Transparenz und Durchsetzbarkeit der Rechte von Urheberinnen und Urhebern, Interpretinnen und Interpreten. Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten leben von der Kreativität der Medienschaffenden. Allein das ist Grund genug, eine zeitgemäße Honorierung ihrer Leistungen zu akzeptieren", so Schmitz abschließend.