Festival

Erster Preis bei DOK Leipzig vergeben

Gestern Nachmittag ist die 63. Ausgabe von DOK Leipzig eröffnet worden. Dabei wurde auch gleich der erste Preis des Festivals vergeben. Eine besondere Überraschung hatte der neue Festivalleiter Christoph Terhechte zu verkünden.

27.10.2020 08:05 • von Jochen Müller
Festivalleiter Christoph Terhechte (li.) und Moderator Knut Elstermann bei der Eröffnung von DOK Leipzig (Bild: Susann Jehnichen)

Gleich zu Beginn der 63. Ausgabe von DOK Leipzig, die gestern eröffnet wurde, wurde auch der erste Preis vergeben:

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin ging an Fan Wu für die taiwanesisch-philippinische Koproduktion "XiXi". Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, erklärte in einer Videobotschaft: "Die nunmehr 63. Ausgabe von DOK Leipzig setzt eine Tradition fort, die zum weltweiten Renommee des Festivals maßgeblich beigetragen hat. Das Festival hebt sich unter anderem durch eine beachtliche Programmfülle und Programmvielfalt von anderen Veranstaltungen ab. Auch wenn das Festival nicht in gewohnter Weise ablaufen wird, so bedient es doch das Bedürfnis vieler Menschen weltweit nach kultureller Teilhabe. Unser Ministerium unterstützt den Erhalt der hiesigen Kulturlandschaft insbesondere in dieser Ausnahmesituation. Akteure wie DOK Leipzig erfüllen die Szene mit Leben und senden dadurch wichtige Signale ins Land. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich."

Eine besondere Überraschung verkündete der neue Festivalleiter Christoph Terhechte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung, die ohne Publikum online stattfand: Die Gewinne aus dem Ticketverkauf für die Online-Vorführungen der Filme sollen an die Rechteinhaber*innen der Wettbewerbsfilme weitergegeben werden. Zur Zielrichtung des Festivals im Coronajahr 2020 erklärte Terhechte: "Wir möchten Filmen gerade auch in diesem Jahr zu Sichtbarkeit verhelfen, in dem sich viele Filmschaffende in existenziell bedrohlichen Situationen wiederfinden - auch wenn das bedeutet, dass wir kein Festival in gewohnter Form ausrichten können. Allen Filmschaffenden möchte ich ein großes Dankeschön für ihre beeindruckenden Werke aussprechen, die sie uns anvertrauen. Die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, das Hineinversetzen in andere Perspektiven, wird uns über die Distanz verbinden. Wir wünschen uns natürlich einen möglichst reibungslosen Verlauf und hoffen, dass alles so funktioniert, wie wir es in den vergangenen Monaten geplant haben. Ich wünsche uns allen ein bereicherndes Festival."

Im Rahmen von DOK Leipzig sind bis zum 1. November 150 Filme und XR-Arbeiten in den Leipziger Kinos sowie am Leipziger Hauptbahnhof zu sehen. Nach ihrer Premiere sind die Filme jeweils 14 Tage lang online abrufbar.

Weitere Informationen unter www.dok-leipzig.de.