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Hofer Goldpreis an "Toprak"-Team

Bei den Hofer Filmtagen wurde am Freitag der nächste hochkarätige Preis vergeben: Der Hofer Goldpreis ging an die junge Regisseurin Sevgi Hirschhäuser und Kameramann und Produzent Chris Hirschhäuser für ihr Drama "Toprak".

24.10.2020 09:01 • von Heike Angermaier
Mit dem Hofer Goldpreis gewürdigt: "Toprak" (Bild: Hofer Filmtage)

Bei den Hofer Filmtagen wurde der nächste hochkarätige Preis vergeben, der Hofer Goldpreis, der das beste Regiedebüt würdigt. Er ging an die junge Regisseurin, Drehbuchautorin, Editorin und Produzentin Sevgi Hirschhäuser und Kameramann und Produzent Chris Hirschhäuser für ihr mit ihrer eigenen Firma auf die Beine gestelltes Drama "Toprak". Es erzählt von einem Waisenjungen, der auf dem Land in der Türkei aufwächst und dem traditionellen Leben den Rücken kehren will.

Der Preis der Friedrich-Baur-Stiftung vergeben durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in Memoriam Heinz Badewitz ist nicht nur dotiert, der Goldbarren ist über 50.000 Euro wert, sondern beinhaltet auch die Betreuung des Preisträgers, der Preisträgerin für ein Jahr durch einen Mentor, der auch als Jury fungiert.

Die beiden Filmemacher und Akademie-Mitglieder Edgar Reitz und Bernhard Sinkelteilen sich diese Aufgabe in diesem Jahr. Sie waren "besonders berührt von der spürbaren Anteilnahme der beiden Filmemacher an der Geschichte ihrer Protagonisten, die eine innere Glaubwürdigkeit hat, wie sie im Kino eine seltene Ausnahme geworden ist", heißt es in der Begründung über "Toprak".

Die Preisvergabe war aufgrund der Corona-Bedingungen verlegt worden und fand bereits am Freitag im kleineren Rahmen statt. Auch die beiden Mentoren konnten nicht vor Ort sein. In Hof gelten seit Freitag verschärfte Regeln wie Maskenpflicht in der Altstadt und den Kinos.