Kino

FFA: Appell für einheitliche Hygieneregelungen in den Kinos

Der Verwaltungsrat der FFA appelliert an Länder, Städte und Gemeinden, dem Flickenteppich bei den Hygieneregelungen in den Kinos ein Ende zu setzen und einheitliche Maßnahmen zu ergreifen. Diese seien ebenso wichtig wie die finanziellen Corona-Hilfen.

23.10.2020 10:25 • von Jochen Müller
FFA-Präsident Bernd Neumann (Bild: Mike Auerbach/HDF Kino)

Vor dem Hintergrund, dass der "Flickenteppich strenger und strengster Beschränkungen" zum einen die Kinobesucher*innen verunsichert, zum anderen Kinos nicht kostendeckend betrieben werden, hat der FFA-Verwaltungsrat in seiner turnusgemäßen (Video-)Sitzung einen Entschluss gefasst: man will an Länder, Städte und Gemeinden appellieren, "möglichst bundesweit einheitliche Maßnahmen zu ergreifen und deren Angemessenheit - auch im Vergleich mit Regelungen in anderen Branchen - zu bedenken und gegebenenfalls zu verbessern", wie es in einer Mitteilung der FFA heißt.

FFA-Präsident Bernd Neumann: "Es ist nicht nachvollziehbar, dass in manchen Städten der Verzehr von Snacks und Getränken in Kinos verboten ist, während mit ähnlichen Abstandsregeln in Restaurants selbstverständlich gegessen und getrunken werden darf. Dabei sind die Erlöse aus dem Concessionsverkauf für die Kinos ebenso wichtig wie die der eigentlichen Kinotickets."

Weiter betont Neumann die Wichtigkeit einheitlicher Regelungen für die Kinos und zeichnet ein düsteres Bild, sollten diese nicht gefunden werden können: "Einheitliche und angemessene Regelungen sind für das Überleben der Kinos als Kulturorte, Wirtschaftsfaktor und nicht zuletzt als Schlüsselposition der deutschen Filmindustrie ebenso wichtig wie die finanziellen Corona-bedingten Hilfen von Bund, Ländern und FFA. Wenn das nicht gelingt, werden wir im kommenden Jahr eine bedeutende Zahl von Kinos für immer geschlossen sehen."