Kino

Bayern will Veranstaltungen in Hotspots weiter einschränken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie angekündigt. Demnach sollen in Hotspots mit einer Sieben-Tag-Inzidenz ab 100 weitere Restriktionen unter anderem für Veranstaltungen kommen. Söder versprach zudem neue Hilfen für Künstler und Solo-Selbständige.

21.10.2020 16:12 • von Marc Mensch
Bayerns MInisterpräsident Markus Söder (Bild: Bayerische Staatskanzlei)

Die bayerische Corona-Ampel soll um die Farbe "Dunkelrot" erweitert werden, entsprechende Pläne stellte Ministerpräsident Markus Söder heute im Landtag vor. Demnach sollen Veranstaltungen in Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 100 nur noch mit bis zu 50 Teilnehmern möglich sein. Die Sperrstunde für die Gastronomie soll dort bereits ab 21 Uhr statt ab 23 Uhr gelten. Dies dürfte sich auch auf den Alkoholverkauf an anderen Orten wie Kinos erstrecken.

Gemäß der Übersicht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wäre der Wert aktuell in der Stadt Augsburg, dem Landkreis Berchtesgadener Land (der sich im Lockdown befindet), im Landkreis Fürstenfeldbruck, im Landkreis Mühldorf am Inn, im Landkreis Rottal-Inn, in Schweinfurt (Landkreis wie Stadt) und in der Stadt Weiden überschritten.

Zur kompletten, laufend aktualisierten Liste

In einer Videobotschaft zum 25jährigen Jubiläum des Cinecitta hatte Söder bereits weitere Hilfen für Kinos in Aussicht gestellt (wir berichteten), bei der heutigen Rede versprach er nun neue Unterstützung für Künstler und Soloselbständige - und räumte dabei ein, dass die bisherigen Programm die erwünschte Wirkung nicht erzielt hätten. "Etwas, was nicht funktioniert, muss man verbessern. Das tun wir."

"Wir werden ein Künstler-Soloselbstständigen-Programm machen, ähnlich wie Baden-Württemberg, und - ich sage das deutlich - bis die Pandemie vorbei ist", so Söder. Diesen Vorstoß wolle man in Bayern zudem um ein Spielstättenprogramm erweitern und um ein Stipendienprogramm als Einstiegshilfe für junge Künstler, "die noch gar kein Engagement haben, aber an der Schwelle stehen", wie Söder erläuterte, ohne allerdings bereits Details zum Umfang oder zur Ausgestaltung dieser Hilfspakete zu machen.

"Uns ist Kunst wichtig, und wir glauben, dass es in diesen Zeiten eine echte Perspektive braucht", so der Ministerpräsident. Er wolle nicht, "dass am Ende durch diese Pandemie die ganze Kunst- und Kulturszene in Bayern zerstört ist. Dagegen werden wir uns wehren."