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Erster deutscher Landkreis wieder im Lockdown

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 272 Fällen pro 100.000 Einwohner hat sich der Landkreis Berchtesgadener Land an die Spitze der deutschen Corona-Hotspots gesetzt - und geht ab morgen für zwei Wochen in den Lockdown. Die mutmaßliche Hauptursache für diese katastrophale Entwicklung kann wirklich niemanden mehr überraschen.

19.10.2020 20:33 • von Marc Mensch
Die einzig gute Nachricht für das Berchtesgadener Land: Zum Start von "Kaiserschmarrndrama" sollte der Lockdown vorbei sein... (Bild: imago images/ZUMA press)

"Ausgangspunkt war auch wieder eine entsprechende Party." Diesen Satz von Markus Söder lasse ich einfach mal stehen und verzichte auf längere Ausführungen dazu, was das völlige Ausbleiben ernstzunehmender Sanktionen für eklatante Missachtungen der Corona-Regeln ausgelöst hat. Man darf beinahe annehmen, dass der bayerische Ministerpräsident und die Bundesregierung hierzu in den nächsten Tagen jede Menge Post aus dem Landkreis Berchtesgadener Land erhalten werden. Denn dieser darf sich nun rühmen, der erste deutsche Landkreis zu sein, der wieder in einen Lockdown gehen muss, einer Sieben-Tage-Inzidenz von 272,8 Fällen pro 100.000 Einwohner sei Dank.

Ab morgen um 14 Uhr ist dort zunächst für die Dauer von zwei Wochen das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe und Sport und Bewegung an der frischen Luft. Restaurants und andere Freizeiteinrichtungen müssen ebenso schließen wie Schulen und Kitas, Veranstaltungen sind samt und sonders untersagt, mit einer Ausnahme: Gottesdienste bleiben erlaubt...