Kino

US-Gouverneur Cuomo bewegt sich auf die Kinos zu

In einen der wichtigsten US-Kinomärkte kommt zumindest ein klein wenig Bewegung: Ab 23. Oktober dürfen Kinos im Bundesstaat New York öffnen - leider nur außerhalb der Stadt. Die Signalwirkung ist dennoch nicht zu verachten, auch wegen eines wichtigen Details.

17.10.2020 19:30 • von Marc Mensch
Einer der wichtigsten US-Kinomärkte kann ab kommender Woche wieder erste Lebenszeichen zeigen (Bild: imago images/ZUMA press)

Vor wenigen Tagen hatte das Büro von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo der Global Cinema Federation noch eine sehr klare Abfuhr erteilt (wir berichteten), heute jedoch gab er bei einer Pressekonferenz eine Entscheidung bekannt, mit denen einer von nur noch zwei US-Bundesstaaten mit durchgängigen Kinoschließungen der Branche ein wenig entgegenkommt.

So müssen Filmtheater in der Stadt New York zwar leider weiter geschlossen bleiben, in den umliegenden Bezirken können sie ab 23. Oktober den Betrieb allerdings wieder aufnehmen. Voraussetzung ist, dass die dortigen Infektionsraten unter zwei Prozent liegen. Gleichzeitig sind Kinovorführungen auf 25 Prozent der möglichen Kapazität oder höchstens 50 Besucher beschränkt. Allerdings - und dies ist ein wichtiger Punkt - ist der Concessions-Verkauf erlaubt. Damit geht der Staat New York einen anderen Weg als es die Stadt San Francisco tut. Dort ist der Verkauf untersagt, weswegen vor allem die NATO-Mitglieder unter den Kinobetreibern von einer Öffnung bislang abgesehen haben (wir berichteten).

Ein echter Durchbruch für den nach wie vor am Boden liegenden US-Kinomarkt ist die jetzige Entscheidung von Andrew Cuomo zwar noch nicht - aber doch ein wichtiges Signal für eine Perspektive in einem herausragend wichtigen US-Kinomarkt, dessen bislang komplette Schließung als Hauptgrund für die jüngsten Terminverschiebungen herangezogen wird.