TV

Deutsche Produktionsunion gegründet

Als Medienhaus und Content-Lieferant betritt das neu gegründete Kölner Unternehmen den Markt. Mehrheitsgesellschafter ist die Firmengruppe HPR.

16.10.2020 14:45 • von Frank Heine
Die DPU-Köpfe Alexander Isadi, Jürgen Hepp, Uwe Schlindwein und Jens Bujar (Bild: Marcus Müller-Saran)

Als "Schulterschluss von Gleichgesinnten" bezeichnen die Köpfe hinter der Deutschen Produktionsunion ihr neu gegründetes Unternehmen. Mehrheitsgesellschafter ist eine Holding der Firmengruppe HPR, die ihre Produktionen mit der Deutschen Produktionsunion (DPU) fortsetzt. Als weiterer Gesellschafter fungiert die Lodge of Levity, die gemeinsame Firma von Jens Bujar und Florian Wieder. Die Geschäftsführung übernehmen Alexander Isadi, Jürgen Hepp und Uwe Schlindwein. Der ehemalige Unterhaltungschef von Sat.1 soll vornehmlich die Inhalte verantworten wird als Bindeglied zu den Partnern agieren.

Die DPU sieht sich als "innovatives Zuhause für hiesige Kreative, Künstler und kleinere bzw. mittelgroße Produzenten". Durch Konzernunabhängigkeit wolle man ein Zeichen gegen den Trend der aktuellen Konsolidierung des Produzentenmarktes setzen. Kleine und mittelgroße Produktionshäuser können durch Zusammenarbeit mit der DPU ihre schlanken Strukturen behalten und von den Vorzügen eines großen Produktionspartners profitieren. "Das gemeinsam erlangte Produktionsvolumen lässt Investitionen in Synergieeffekte und Personal zu, die dem einzelnen freien Produzenten sonst kaum möglich sind", heißt es dazu. Die Partner der DPU sollen die kreative Kontrolle behalten, aber kein Risiko tragen müssen.

Die Deutsche Produktionsunion will Medienhaus und Content-Lieferant sein. Unter ihrem Dach sind bereits mehrere Kreative, Producer, andere Medienschaffende und Künstler vereint. Namentlich werden Ralf Schmitz und Jenke von Wilmsdorff, die beide von HPR Künstler & Medien vertreten werden. Der Fokus der DPU liegt zunächst auf den Bereichen Show/Comedy, Infotainment und Factual.