Produktion

Kasia Adamik bereitet "Lecture" vor

Kasia Adamik arbeitet an "The Lecture" nach einer Kurzgeschichte der renommierten Autorin Olga Tokarczuk. Adamiks Mutter Agnieszka agiert als ausführende Produzentin. Das Drama ist eines von drei Projekten, die vom deutsch-polnischen Förderfonds unterstützt wurden.

16.10.2020 11:49 • von Heike Angermaier
Kasia Adamik und Agnieszka Holland arbeiten bei "The Lecture" erneut zusammen (Bild: Imago Images/Future Image)

Regisseurin Kasia Adamik arbeitet an ihrem neuen Drama "The Lecture" nach einer Kurzgeschichte der renommierten Autorin Olga Tokarczuk, die bereits die Vorlage lieferte für den Bären-prämierten "Die Spur", den Adamik mit ihrer Mutter Agnieszka Holland inszenierte. Das Drehbuch um einen britischen Psychiater, der in Warschau 1981 eine Lesung hält und zwischen die politischen Fronten gerät, als dort das Kriegsrecht ausgerufen wird, schrieb Sandra Buchta. Die Berliner Chromosom Film von Produzent Alexander Wadouh und Roxana Richters ist deutscher Partner des internationalen Projekts, das u.a. von Holland als Executive Producer betreut wird. Olga Chajdas von der Warschauer Wild Mouse produziert außerdem zusammen mit der schwedischen Brain Academy und der britischen Film Production Ltd. Das Projekt wurde gerade vom von FFA, Medienboard, MDM und Polnischen Filminstitut gespeisten deutsch-polnischen Filmfonds mit 88.000 Euro unterstützt und war zuvor bereits vom Polnischen Filminstitut gefördert worden. Adamik, Holland und Chajdas arbeiteten u.a. bei der preisgekrönten Serie "Watah" zusammen. Chromosom Film, die mit Oh Boy" erfolgreich war, entwickelt momentan u.a. auch den Dramastoff "Marys Frank" von Katinka Narjes und ist in der Postproduktion von Florian Hoffmanns Stille Post", das gerade beim European Work in Progress Cologne ausgezeichnet wurde.

Außerdem berücksichtigt die deutsch-polnische Kooperation die Dokumentarfilmprojekte von Marek Kozakiewicz, "Toegether", über eine unkonventionelle Familie in der polnischen Provinz, die von der Leipziger Tondowski Films und dem Warschauer Koi Studio vorangetrieben wird, und von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski, "Autobahn der Freiheit", das entlang der Strecke zwischen Berlin und Warschau der Entwicklung seit dem Mauerfall nachgeht. Das Filmemacherduo arbeitet nach Der Prinz und der Dybbuk" und "Das Hamlet Syndrom" erneut mit der Berliner Kundschafter Film zusammen. Polnischer Partner ist die Warschauer Belapolis.