Kino

Frankreich verhängt Ausgangssperren

Als Reaktion auf dramatisch gestiegene Infektionszahlen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heute eine nächtliche Ausgangssperre für Paris und acht weitere Großstädte verkündet, die ab Samstag für mindestens vier Wochen gelten soll. Eine Maßnahme, die natürlich auch Kinos hart treffen wird.

14.10.2020 21:26 • von Marc Mensch
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Bild: imago images/Hans Lucas)

Während in Deutschland immer mehr Kommunen auf die Überschreitung kritische Inzidenzwerte mit neuen Restriktionen (darunter regelmäßig der Anordnung einer Maskenpflicht auch im Kinosaal) reagieren und aktuell beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern um neue Maßnahmen gerungen wird (zu denen Presseberichten zufolge u.a. generell eine Maskenpflicht im Saal ab einem - aktuell weithin überschrittenen - Inzidenzwert von 35 zählen soll), haben die auf neue Rekordwerte gestiegenen Fallzahlen im Nachbarland Frankreich nun dazu geführt, dass Präsident Emmanuel Macron für den Großraum Paris und acht weitere Ballungszentren (Grenoble, Lille, Rouen, Lyon, Aix-Marseille, Saint-Étienne, Toulouse und Montpellier) eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21 und 6 Uhr verhängt hat, die ab Samstag für mindestens vier Woche gelten soll.

Wer sich ohne einen "guten Grund" in dieser Zeit draußen aufhalte, dem droht ein Bußgeld von 135 Euro - im Wiederholungsfall sogar bis zu 6500 Euro. Massiv betroffen werden von dieser Maßnahme natürlich unter anderem Kinos sein - und damit wird wenigstens bis Mitte November ein zentraler europäischer Markt massiv geschwächt.

Experten machen (wie auch hierzulande) vor allem private Feiern und Partys für die Verbreitung des Virus verantwortlich.