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Klaas Heufer-Umlauf: "Unser Humor speist sich aus einer gewissen Tristesse"

Die Produzenten Klaas Heufer-Umlauf und Lars Jessen von Florida Film starten am heutigen Donnerstag mit der zweiten Staffel "Check Check" auf Joyn. Sie sprechen im Interview auch über die Zusammenarbeit mit der ARD, einen geplanten Kinofilm und weitere Serien-Ideen.

15.10.2020 07:23 • von Michael Müller
Nicht nur Produzenten: Klaas Heufer-Umlauf (l.) ist auch der Hauptdarsteller von "Check Check", während Lars Jessen die Regie führte (Bild: Joyn/ProSieben/Christiane Pausch)

Die Produzenten Klaas Heufer-Umlauf und Lars Jessen von Florida Film starten am heutigen Donnerstag mit der zweiten Staffel der Comedy-Serie "Check Check" auf der Streaming-Plattform Joyn. Sie sprechen im Interview auch über die Zusammenarbeit mit der ARD, einen geplanten Kinofilm und weitere Serien-Ideen.

Sie haben schon vor der Joyn-Serie "Check Check" und der Gründung der Florida Film bei der wahnsinnig unterschätzten NDR-Serie "Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres" zusammengearbeitet. Hat es da zwischen Ihnen beiden geklickt oder war das noch früher?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Wir kannten uns schon vorher über gemeinsame Tätigkeiten. Aber "Jennifer" war auf jeden Fall ganz am Anfang ein Projekt, woran ich gut erkennen konnte, dass wir einen ähnlichen Humor haben. Da gab es 2015 schon eine Staffel. Die habe ich mir angeschaut und fand sie wahnsinnig toll. Unterschätzt war die Serie von Anfang an, auch innerhalb des Senders, auf dem sie lief. Deswegen haben wir dann gemeinsam dort rum genervt, bis es weitere Folgen gab. Dann haben wir noch mehr "Jennifer" gedreht, was aber in einem sehr überschaubaren Rahmen stattfand. Mir tut das auch leid, dass es das nicht mehr gibt.

LARS JESSEN: Wir teilen auf jeden Fall eine gemeinsame Sehnsucht nach "Jennifer".

Die Folgen kann man sich ja noch in der ARD-Mediathek anschauen.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Wir wären auch bereit, noch einige Kapitel hinzuzufügen. Die Leute können sich bei uns melden. Wir stehen bereit.

Sie haben für genau solche Zwecke auch jetzt die Florida Film.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Es liegt nicht daran, dass wir nicht produzieren wollen. Aber es muss auch einer abspielen.

Es ist sowieso eine ziemlich einmalige Konstellation, Herr Heufer-Umlauf, dass Sie als Late-Night-Host auch parallel mit "Check Check" eine eigene Serie machen. Klar, gibt es amerikanische und britische Kollegen, die zwischendrin mal einen Film drehen. Aber eine Serie als Produzent und Hauptdarsteller haben Sie relativ exklusiv.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Es gibt viele unterschiedliche Dinge, die mich interessieren. So lange mir das niemand verbietet, mache ich erstmal alles.

Bei der zweiten Staffel "Check Check", die sie beide zusammen gemacht haben, gab es den Wechsel von Ralf Husmann als Head-Writer zu Lena Krumkamp. Wie kam es dazu?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Den Ralf Husmann haben wir achtkantig rausgeschmissen. Es gab eine riesengroße Schreierei. Da haben wir uns nachts um drei Dinge an den Kopf geworfen und haben gesagt: Wir wollen dich nie wiedersehen.

Das glaube ich Ihnen jetzt nicht ganz.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Dann kam zum Glück Lena Krumkamp, die sofort mit dabei war. Sie hatte auch schon an den Büchern aus der ersten Staffel mitgearbeitet. Wir haben uns gut miteinander verstanden. Lena ist eine sehr profilierte Drehbuchschreiberin. Das hat uns natürlich gut getan.

Woher kannten Sie die Arbeit von Frau Krumkamp?

LARS JESSEN: Sie war früher in unserer Bürogenossenschaft. Da bewohnte sie einen Raum. Ich kenne sie schon seit mehreren Jahren und habe ihren Weg verfolgt. Ich bin ihr jahrelang hinterher gelaufen und habe gefragt, ob sie nicht auch mal ein Projekt mit mir zusammen machen will. In der Kombination mit Herrn Heufer-Umlauf hat es dann geklappt, dass wir sie für uns gewinnen konnten.

Die Serie "Check Check" spielt unter dem Sicherheitspersonal auf einem kleinen Flughafen in der Provinz, die ziemlich menschenleer ist. Fanden Sie beide das Konzept auch gerade deshalb reizvoll, weil es einen Kontrast zu Ihren Alltagen herstellt?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Lars und mich verbindet, dass sich der Humor in den Serien und Projekten, die wir gemeinsam machen, oft aus einer gewissen Tristesse speist. Das liegt vielleicht ein bisschen an unserer Prägung und Herkunft. Ich finde nichts lustiger als Langeweile und was dann daraus entsteht. Wenn Leute zu viel Zeit haben, kommen sie auf die dümmsten Ideen. Das ist bei "Check Check" der Fall, das war bei "Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres" der Fall. Die Triebfeder ist immer ein bisschen zu viel Zeit in Kombination mit abenteuerlichen Ideen. Das gepaart mit einer gewissen Grundtristesse - da gibt es für mich nichts Lustigeres.

LARS JESSEN: Die Grundtristesse ist das, was uns am allermeisten umgibt. Die meisten Menschen wohnen nicht in coolen Stadtvierteln, sondern tatsächlich in Orten wie Simmering, wo "Check Check" spielt, oder Kassel oder Salzgitter. Deswegen ist das auch ein Stück Lebensrealität, sich dorthin zu begeben und zu schauen, was da komisch ist und aus der Komik heraus auch liebenswert und wichtig ist. Das interessiert mich immer. Das Schöne schön und das Quirlige quirlig finden, kann jeder.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Das Bild, dass die Serie jetzt so ein wahnsinniger Gegensatz zu meinem Leben wäre, passt auch gar nicht so sehr. Bei mir ist es auch langweilig. Und ich sorge auch dafür, dass da nicht jeden Tag etwas nervig Aufregendes passiert.

"Check Check" beinhaltet viele Themen, die nahe am Puls der Zeit sind: Kurzarbeit, CO2-Ausstoß, Algen-Burger, Demenz im Alter. Wie sehr soll eine Comedy-Serie die Realität widerspiegeln?

LARS JESSEN: Zumindest ist es immer schon mal gut, wenn man von der Realität ausgeht und sich in einer Lebensrealität wiederfindet, die man durchaus kennt und nachvollziehen kann. Was würde dann aber in dieser Realität passieren, die einem durchaus geläufig ist, wenn da zwei, drei Faktoren hinzukommen, die das Ganze dann in Höhen treiben, die es im normalen Leben nicht unbedingt gibt? Das Konzept ist: Einfach mal durchzuspielen, was passieren würde, wenn man tatsächlich auf den Knopf drückt, was man im echten Leben natürlich nicht machen würde. In einer Serie kann man auf diesen Knopf drücken und schauen, was in die Luft fliegt. Das finde ich dann spannend: Ausgehend vom Leben, das man kennt, wenn man dies und das macht und schaut, was passiert. Das ist der Reiz bei einer komischen Serie, in der der die absurdesten Dinge passieren können. Das abzufilmen, macht dann auch Spaß.

Haben Sie eigentlich die zweite Staffel "Check Check" vor Corona abdrehen können?

LARS JESSEN: Eine Hälfte vor und eine Hälfte während Corona. Wir waren mit den ersten vier Folgen durch und dann ging es los. Da mussten wir im Juni unter Corona-Bedingungen drehen und gehörten zu den ersten Teams, die wieder angefangen haben.

War das dann tendenziell einfacher als bei andere Produktionen, weil sie mit dem Flughafen und dem überschaubaren Personal ein gut kontrollierbares Set hatten?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Wir haben Regeln ausgeben, die für das ganze Team nachvollziehbar waren und an die sich netterweise auch alle gehalten haben. Wir mussten niemanden hinterherrennen. Jeder hatte ein Interesse, dass das gut funktioniert. Natürlich haben wir in der Umgestaltung der Drehbücher ein bisschen darauf geachtet, dass wir das Arbeiten unter Corona-Schutzbedingungen auch gewährleisten konnten. Mit der Hauptdarstellerin Doris Golpashin bin ich praktisch in Vorbereitung dieser Serie vorsorglich vor vielen Jahren zusammen gezogen.

Frau Golpashin spielt die Chefin des Flughafens und Ihre Ex-Freundin in "Check Check", mit der Sie in der ersten Staffel eine sehr natürliche Chemie hatten.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Genau, das müssen wir nicht spielen. Ich habe mich so reingesteigert, dass ich jetzt tatsächlich sogar rückwirkend viele Jahre bereits mit ihr zusammen bin. Das ist absolute Hingabe an das Produkt.

LARS JESSEN: Das ist modernes Method Acting.

"Check Check" hat seine Heimat auf dem Streamingdienst Joyn, der einerseits zumindest nach außen vor den Quoten am nächsten Tag schützt, andererseits auch kostenpflichtig für interessierte Zuschauer ist. Wie wohl fühlen Sie sich dort?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Sehr wohl. Die Art zu arbeiten, ist toll, weil die Kollegen bei Joyn alle hervorragend sind. Das macht großen Spaß. Und am Ende hat man vielleicht nicht morgens um 8.30 Uhr die Quotenmeldung, wie man das aus dem Fernsehen kennt. Aber dass es Zahlen gibt, die man jetzt nicht auf diese Weise veröffentlicht, kriegt man als Produzent auch zu spüren. Wenn die Zahlen gut sind, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann nicht. Das ist im Prinzip wie überall. So wie ich das jetzt gehört habe, ist die Bezahlbereitschaft bei Joyn dann doch sehr hoch. Das finde ich auch gut so. Denn dafür bekommt man auch eine Menge. Nach den uns vorgelegten und interpretierten Zahlen weiß ich, dass die Zahlen von "Check Check" nicht großartig anders wären, wenn es jetzt im Free-TV läuft, weil viele Menschen bereit sind, ein Joyn Plus+-Abo zu haben. Man bezahlt auch nicht nur für "Check Check", sondern bekommt eine ganze Welt, die inzwischen so vielseitig, schön und attraktiv ist, dass ich mich mit unserer Produktionsfirma in diesem Umfeld sehr wohl fühle.

LARS JESSEN: Wir sind vor allem eine Produktionsfirma, die auf faire und grüne Dreharbeiten setzt. Deswegen sind wir auch froh, dass Joyn unserem Vorschlag nachgekommen ist, alle Joyn-Inhalte umsonst in allen ICE-Zügen zur Verfügung zu stellen. Das ist eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen uns und Joyn.

Haben Sie bei Florida Film ein allgemeines Image, was Ihre Serien- und Filmprojekte ausstrahlen sollen?

LARS JESSEN: Bei der Florida Film kommen zwei Welten zusammen: der Privatfernsehteil und der öffentlich-rechtliche Teil. Letztlich haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, das gar nicht so groß zu kategorisieren, sondern den Elan, den die Florida Film hinsichtlich popkulturellen Mustern ausstrahlt, in alle Projekte mit rein zu tragen. Das kann dann auch ein Fernsehfilm um 20.15 Uhr in der ARD sein. Genauso wollen wir auch weiter für das Privatfernsehen arbeiten. Letztlich geht es immer um einen Geist und um einen humorvollen, leichteren Blick auf die Welt, ohne dabei oberflächlich oder banal zu sein.

Ihre anderen beiden Projekte neben "Check Check", nämlich "Das Begräbnis" und "Die Clique von 1990" entstehen jeweils in Zusammenarbeit mit der ARD Degeto und Jan Georg Schütte als Regisseur sowie einem großen prominenten Cast. Ist diese Kombination aktuell unwiderstehlich für Sie?

LARS JESSEN: Zum einen sind das Leute, auf die wir setzen und mit denen wir eng zusammenarbeiten - in der Vergangenheit und in der Zukunft erst recht. Charly Hübner und Jan Georg Schütte sind für uns zentrale kreative Partner. Die beiden Filme sind sehr unterschiedlich. Bei dem Film "Die Clique von 1990" habe ich gemeinsam mit Schütte die Regie gemacht: seine Impro-Künste zusammengeworfen mit einer Form von geführtem und gestaltetem Drehen. Das war von der Machart komplett anders, weil wir mit nur drei Kameras gearbeitet haben, Szenen auch wiederholten und nicht auf einen einzigen Flow setzten.

Wie war das im Vergleich dazu bei "Das Begräbnis"?

LARS JESSEN: Das war eine sehr große, eher klassische Jan-Georg-Schütte-Produktion, wo wir im Prinzip nur fünf Stunden drehten und 56 Kameras hatten - 40 davon waren unbemannt. Da drückte man dann tatsächlich auf den beschriebenen Knopf, dann fuhr der Zug aus dem Bahnhof und man wartete am Endbahnhof, bis er wieder ankam. Dann geht es in den nächsten Wochen an das Auspacken der Geschenke, weil wir schauen, was aus dem 140-Stunden-Material geworden ist und was die Schauspielerinnen und Schauspieler gespielt haben. Das sind eigentlich komplett unterschiedliche Ansätze, die aber beide auf dem Impro-Konzept von Schütte basieren.

Und bei "Die Clique von 1990"?

LARS JESSEN: Das war vor allem auch der Versuch, ein Konzept zu finden, das Corona-kompatibel und besser zu realisieren war als andere Wege: ein ähnlich großes Filmteam wie sonst auch, aber in einer deutlich kürzeren Zeit herzustellen. Dadurch geht mehr Geld und Zeit in die Postproduktion und es steigert die Wahrscheinlichkeit, ohne Zwischenfall bei den Dreharbeiten durchzukommen, weil es zu dem Zeitpunkt, als wir das drehten, es auch noch keinen Ausfallfond gab.

Jan Georg Schütte spielt auch eine der Hauptrollen in "Check Check". Was zeichnet ihn für Sie als künstlerischen Partner aus?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Für mich ist das toll, wenn ich mit Schauspielern wie Jan Georg Schütte, Doris Golpashin, Uwe Preuss, Kailas Mahadevan oder Petra Kleinert zusammenarbeiten kann. Wie Sie es eingangs gesagt haben, bin ich eigentlich Late-Night-Host - und das ändert sich auch nicht mehr in diesem Leben. Aber ich darf ab und zu so etwas machen. Speziell bei Jan ist es auch beeindruckend zu sehen, wie der so eine Rolle spielt und herstellt. Das Ergebnis kann man ja immer in der fertigen Serie sehen. Aber das Drumherum, wie das am Drehtag abläuft und man sich versteht, ist mir auch sehr wichtig, weil ich keinen Bock habe, fünf Wochen mit irgendwelchen Leuten zusammen zu sein, mit denen es mir keinen Spaß macht zu arbeiten. Von der Regie bis zum Beleuchter hatten wir eine sehr gute Zeit, weil wir uns alle gut verstehen. Jan als Schauspieler, aber auch in der Vorbereitung seiner Regieprojekte, macht das wirklich in einer Gelassenheit und beeindruckenden Präzision.

Als Florida Film vorgestellt wurde, fiel auch der Name des Buchautoren und Humoristen Heinz Strunk. Inwiefern sind Sie dort in Ihren Planungen mit Projekten schon vorangeschritten?

LARS JESSEN: Wir würde gerne den Fernsehfilm "Jürgen - Heute wird gelebt" als Serie fortsetzen, der auf Heinz Strunks "Trittschall im Kriechkeller" basiert. Diese Figuren, die Strunk in seinen Hörspielen geschaffen hat, sind bei weitem noch nicht auserzählt. Wir sind da genauso wie bei "Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres" in den Startlöchern und halten die Fahne hoch. Es muss nur jemand zugreifen. Und schon würden wir Strunk und Charly Hübner als Jürgen Dose und Bernd Würmer sofort wieder ans Licht der Öffentlichkeit ziehen wollen. Wenn Menschen das jetzt lesen, bitte sofort anrufen! Wir sind bereit. Drehbücher gibt es schon. Wir könnten nächste Woche anfangen.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Dasselbe gilt für "Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres". Es kann losgehen. Bitte verstehen Sie das als aktiven Hilferuf nach Möglichkeiten, "Jürgen Dose" und "Jennifer" im Fernsehen zu platzieren.

Haben Sie schon mal mit Netflix telefoniert?

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Nee, die haben nur E-Mails. Heinz Strunk hat extra einen Englisch-Kurs gemacht.

Inzwischen gibt es bekanntlich eine Berliner Dependance.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Genau, wir wollen, dass Heinz Strunk als Jürgen Dose Charly Hübner als Bernd Würmer im Rollstuhl in das Netflix-Büro reinschiebt. So dass sie dann eine einstündige Improvisation machen, bis die Polizei kommt. Schütte filmt das dann mit 40 Kameras und die Degeto zahlt. Die Netflix-Rolle ist noch nicht ganz klar in dem Konstrukt.

Wie groß soll denn das Fiction-Standbein von Florida Entertainment werden?

LARS JESSEN: Das soll natürlich groß sein. Wir machen jetzt einfach die Sachen, auf die wir Lust haben und Partner finden, die teilen, was wir schätzen. Wir haben jetzt aber keine Planwirtschaft, dass wir sagen können, wie viele Serien oder Filme wir erreichen wollen. Wir machen das, was wir die vergangenen Jahren auch getan haben, so gut wie wir können - jetzt unter einem gemeinsamen Dach. Der Rest ergibt sich. Wir sind keine Freunde vom Herausposaunen von irgendwelchen großen Plänen. Aber wir werden im kommenden Jahr auf jeden Fall einen Kinofilm machen. Wir wollen nicht nur Fernsehserien und Fernsehfilme machen. Mir persönlich ist auch wichtig, dass wir das Kino nicht vernachlässigen, was es gerade nicht leicht hat.

Können Sie bei dem Kinoprojekt schon etwas konkreter werden?

LARS JESSEN: Wir verfilmen den Roman "Mittagsstunde" von Dörte Hansen mit Charly Hübner in der Hauptrolle. Da sind wir gerade mitten in der Finanzierung und wollen das im kommenden Jahr drehen.

Das ist aber freundlich, dass sie auch ans Kino denken, was jeden populären Stoff gebrauchen kann, da es in Hollywood aktuell so stockt.

KLAAS HEUFER-UMLAUF: Sie können uns gerne zitieren: Wenn Hollywood ausfällt, kann sich die Welt auf die Florida Film verlassen.

Das Interview führte Michael Müller