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NRW vereinheitlicht Regeln für Corona-Hotspots

In Nordrhein-Westfalen wurden als Reaktion auf vielerorts stark steigende Infektionszahlen nun landesweit verbindliche Regeln erlassen, die ab einer lokalen Sieben-Tages-Inzidenz von 50 greifen. Dazu zählt unter anderem die Maskenpflicht im Kinosaal und Einschränkungen bei Gruppenbuchungen.

13.10.2020 13:19 • von Marc Mensch
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Bild: Laurence Chaperon)

Die Zahl der Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter zu - und das Land reagiert mit einer Vereinheitlichung von Maßnahmen, die ab einer lokalen Sieben-Tages-Inzidenz von 50 greifen sollen. Am Sonntag hatte Ministerpräsident Armin Laschet die Maßnahmen vorgestellt - mittlerweile zählt auch die Landeshauptstadt Düsseldorf zu den Hotspots mit einem Wert jenseits der 50.

Tatsächlich gibt es in der NRW-Presse offenbar ein wenig Verwirrung dahingehend, was ab wann greifen soll, daher kurz zur Klarstellung: In einer geplanten neuen Corona-Verordnung, die ab dem 1. November gelten soll, wird die Zahl von Teilnehmern privater Feiern "aus herausragendem Anlass" (sprich: u.a. Hochzeitsfeiern, von denen sich bereits einige als Superspreader-Events mit Folgen für ganze Kommunen erwiesen haben) generell auf 50 begrenzt, lokal wird die Zahl bei (lokaler) Überschreitung des Werts von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter begrenzt, dann auf 25.

Unabhängig von dieser kommenden neuen Corona-Verordnung hat das Land einheitliche Regeln erlassen, die jeweils (nur) lokal bei lokaler Überschreitung des 50er-Wertes greifen - und das Presseberichten zufolge ab sofort. Demnach wird - und das betrifft auch Kinos bei Gruppenbuchungen - die Zahl der Personen aus unterschiedlichen Haushalten, die sich im öffentlichen Raum treffen dürfen, auf fünf beschränkt. Veranstaltungen in Innenräumen sind bei Überschreitung des Wertes nur bis 250 Teilnehmern zugelassen - und grundsätzlich gilt dann auch eine Maskenpflicht am Sitzplatz.

In Nordrhein-Westfalen hatte es zuletzt bereits mehrere Fälle gegeben, in denen auf kommunaler Ebene wieder eine Maskenpflicht im Saal angeordnet wurde. Besonders streng geht dabei zum Aachen vor, wo bereits ab einem Inzidenzwert von 35 nicht nur die Maskenpflicht am Platz gilt, sondern auch die Mindestabstände auf zwei Meter zu erhöhen sind - Verschärfungen, die bereits in der vergangenen Woche tatsächlich zum Tragen kamen. Bei den einheitlichen Vorgaben des Landes handelt es sich denn auch um Mindestvorgaben, denen auf kommunaler Ebene schärfere Regeln gegenüberstehen können.

An sich ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland, das beim Thema Mindestabstand im Saal am progressivsten vorgegangen war - so konnte dieser bereits kurz vor Mitte Juni auf unter 1,50 Meter sinken - wovon in der Breite allerdings zunächst kein Gebrauch gemacht wurde, zumindest nicht bei Platzierungen innerhalb einer Reihe.