Kino

UPDATE: Auch "Keine Zeit zu sterben" auf 2021 verlegt

Einer der letzten verbliebenen US-Blockbuster wurde letzten Endes aus dem Katastrophenjahr 2020 abgezogen. Bond soll nun erst im Frühjahr 2021 auf die Leinwände kommen - und verdrängt damit "Fast & Furious 9" von seinem Termin.

02.10.2020 22:22 • von Marc Mensch
Kommt nun doch nicht mehr 2020: "Keine Zeit zu sterben" (Bild: Universal)

UPDATE: Selbstverständlich hat "Fast & Furious 9" seinen Termin im Zuge der "Bond"-Verlegung geräumt, neuer US-Termin ist der 28. Mai, Deutschland wird entsprechend folgen.

URSPRÜNGLICHE MELDUNG: Die Enttäuschung könnte vermutlich nicht größer sein - denn auch wenn angesichts der weltweiten Entwicklung der Pandemie kaum ein großer Start mehr als sicher gelten kann, durfte man im Fall von Keine Zeit zu sterben" durchaus hoffen. Nicht nur, weil sich das Studio im vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten Trailer auf den November festgelegt hatte. Sondern auch, weil seit wenigen Tagen mehr und mehr Promotionpartner mit ihren Bond-gebrandeten Produkten (vom Champagner bis zur Uhr) ihr Marketing mit Fokus auf den vermeintlichen Start gestartet hatten, weil das offizielle Musikvideo von Billie Eilish am 1. Oktober veröffentlicht wurde und kurz darauf die erste Folge des "Official James Bond Podcast". Und nicht zuletzt deshalb, weil Kinobetreibern zufolge Universal in Deutschland just am heutigen 2. Oktober noch Informationen zum Vorverkauf versandt hatte, der demnach ab 5. Oktober hätte beworben werden sollen...

Nun aber doch die Hiobsbotschaft: Auch Bond wird nicht mehr 2020 auf die Leinwände kommen und damit ein weiteres massives Loch in die Startlisten reißen. Stattdessen wurde in den USA der 2. April als neuer Termin verkündet. Für Deutschland wurde noch kein neuer Termin genannt, man darf aber davon ausgehen, dass es sich um den 1. April handeln wird. Dies bedeutet aber auch mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, dass die Verschiebung von "Keine Zeit zu sterben" einen anderen Film von diesem Datum verdrängen wird - denn man muss schlicht davon ausgehen, dass Universal Fast & Furious 9" nicht parallel ins Rennen schicken wird.

In einer unter anderem dem US-Branchendienst Deadline vorliegenden Erklärung (die mittlerweile auch auf der offiziellen deutschen Facebook-Seite des Films zu finden ist) heißt es: "MGM, Universal und die Produzenten Michael G Wilson und Barbara Broccoli haben heute verkündet, dass der Start von 'Keine Zeit zu sterben', dem 25. Film in der Bond-Reihe auf den 2. April verlegt wird, damit er weltweit von einem Kinopublikum gesehen werden kann. Wir verstehen, dass die Verzögerung unsere Fans enttäuschen wird, aber wir freuen uns nun darauf 'Keine Zeit zu sterben' kommendes Jahr mit ihnen zu teilen."

Welche Entwicklung nun konkret ausschlaggebend für die Entscheidung war, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen, allerdings wiegt neben der miserablen Situation in den USA (wo sich neben der fortdauernden Schließung der wichtigsten Märkte auch erhebliche Verunsicherung beim potenziellen Publikum in den Zahlen bemerkbar macht) sicherlich auch die deutliche Verschärfung der Lage im "Heimatland" von Bond schwer.

Was diese Verschiebung für den deutschen Kinomarkt bedeutet? Sagen wir es so: Laut FFA-Vorstand Peter Dinges prognostizierte eine (noch unveröffentlichte) PwC-Studie für 2020 bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen ein Minus von knapp über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das war allerdings noch vor der Verschiebung von Black Widow"... Schon in den letzten Wochen war in sozialen Medien von Kinoseite wiederholt zu lesen gewesen, dass "Bond" mehr oder minder der Film sei, der einer erneuten Schließung von Häusern erst einmal noch im Wege stünde. Es steht zu befürchten, dass dies nicht gänzlich aus der Luft gegriffen war...