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Hofer Filmtage mit starken Frauen

Die 54. Internationalen Hofer Filmtage, die dieses Jahr physisch vor Ort in der oberfränkischen Stadt wie auch online stattfinden, haben einen ersten Ausblick auf das Programm gegeben. Im Fokus stehen Werke von, über und mit beeindruckenden Frauenpersönlichkeiten.

02.10.2020 09:15 • von Barbara Schuster
"I Am Woman" feiert Deutschlandpremiere in Hof (Bild: Festival)

Die 54. Internationalen Hofer Filmtage, die dieses Jahr physisch vor Ort in der oberfränkischen Stadt wie auch online stattfinden, haben einen ersten Ausblick auf das Programm gegeben. Im Fokus stehen Werke von, über und mit beeindruckenden Frauenpersönlichkeiten. Neben dem Eröffnungsfilm von Julia von Heinz, Und morgen die ganze Welt", wurde auch die neue Filmarbeit von Emily Atef, Jackpot" mit Rosalie Thomass, Thomas Loibl, Friedrich Mücke und Artemis Chalkidou nach Hof eingeladen. Der Film erzählt von einer Frau, die in einem Auto 600.000 Euro gefunden hat und sich anschließend mit dem rechtmäßigen Besitzer herumschlagen muss. Aus Deutschland kommt zudem "Baby Bitchka" von Anna Maria Roznowska über eine Frau, die mit dem "Zirkus" Welt nicht klarkommt. Aus der Schweiz läuft der Dokumentarfilm "Trixie" von Bastien Genoux, ein Porträt über eine außergewöhnliche Frau die ihre Erfahrungen als Tänzerin und Choreografin teilt. Aus Frankreich kommt mit Stéphanie Gillards "The Squad" ebenfalls ein Dokumentarfilm, der die Frauenfußballmannschaft Olympique Lyon begleitet. Auch aus Indien wählte das Festival einen Dokumentarfilm, nämlich "Holy Rights" von Farha Khatun über eine tiefgläubige Muslimin aus Zentralindien, die von ihrer Überzeugung angetrieben wird, dass die Scharia muslimischen Frauen Gleichheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft verweigert.

Während "Force of Habit" aus Finnland (Regie: Miia Tervo, Elli Toivoniemi, Kirsikka Saari, Reetta Aalto, Alli Haapasalo, Jenni Toivoniemi, Anna Paavilainen) einen Tag lang im Leben verschiedener Frauen folgt, erzählt die griechische Regisseurin Angeliki Antoniou in "Green Sea" von einer Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat, aber nicht vergessen hat, wie man kocht. Mit Bienen bekommt es die Hauptdarstellerin im türkischen Beitrag "Hive" von Eylem Kaftan zu tun, als ihre auf dem Sterbebett liegende Mutter ihr die geliebten Bienenschwärme vermacht. Unjoo Moon erzählt in ihrem I Am Woman" aus Australien die Geschichte der kürzlich verstorbenen Sängerin Helen Reddy, deren titelgebender Song zur Hymne der Frauenbewegung der Siebzigerjahre wurde. In Hof feiert der Film Deutschlandpremiere. Und in der mexikanisch-spanischen Koproduktion "Identifying Features" von Fernanda Valadez macht sich eine Mutter auf die Suche nach ihrem Sohn, der auf dem Weg zur US-Grenze verschwunden ist.

Über weitere Filme wollen die Hofer Filmtage in den kommenden Tagen informieren.