Kino

Neue Führungsspitze für César-Akademie

Nachdem die komplette Führungsspitze der Académie des Arts et Techniques, die den Filmpreis César vergibt, im Februar zurückgetreten war, hatte die ehemalige Unifrancs-Präsidentin Margaret Ménégoz als Übergangs-Präsidentin fungiert. Jetzt wurde eine neue Führungsspitze gewählt.

30.09.2020 11:46 • von Jochen Müller
Die neue Präsidentin der César-Akademie: Veronique Cayla (Bild: ARTE/Jean-Philippe Baltel)

Die Arte-France-Präsidentin und ehemalige CNC-Vorsitzende Veronique Cayla ist neue Präsidentin der Académie des Arts et Techniques, zum Vizepräsidenten der Akademie, die den Filmpreis César vergibt, wurde Ziemlich beste Freunde"-Regisseur Eric Toledano gewählt. Beide sind zunächst für zwei Jahre im Amt.

Im Februar dieses Jahres war der gesamte Vorstand der Académie des Arts et Techniques um ihren Präsidenten zurückgetreten. Damit reagierte das Gremium zum einen auf vermehrte Vorwürfe fehlender Gendergleichheit, Diversität und Transparenz im Auswahlgremium, zum Anderen auf die Kritik an den zwölf César-Nominierungen für Roman Polanskis "Intrige" (wir berichteten). Als Übergangspräsidentin war die ehemalige Unifrancs-Präsidentin Margaret Ménégoz eingesetzt worden.

Nach ihrer Wahl kündigten Cayla und Toledano an, die von Ménégoz begonnene Arbeit fortsetzen zu wollen und "rigoros die Erwartungen bei Themen wie Gendergleichheit, Transparenz, Diversität und Demokratieverständnis zu erfüllen".