Festival

Preise beim Internationalen Filmfestival Prag vergeben

Zwar mit stark reduziertem Programm, aber doch "live" vor Ort fand das Internationale Filmfestival Prag statt, dessen Preisträger nun gekürt wurden.

28.09.2020 17:47 • von Marc Mensch
Nikolaj Nikitin konnte in Prag die internationale Premiere von "We had it coming" präsentieren (Bild: Internationales Filmfestival Prag)

Eigentlich hätte die 27. Edition des Internationalen Filmfestivals Prag bereits im März stattfinden sollen, coronabedingt war sie jedoch verschoben worden. Immerhin: Das erste Festival unter der künstlerischen Leitung von Nikolaj Nikitin (u. a. Schnitt-Festival "Filmplus", Künstlerischer Leiter beim EFF Palic, langjähriger Berlinale-Berater) und Ko-Direktorin Marta Svecova Lamperova konnte live vor Ort stattfinden, wenn auch mit stark reduziertem Programm.

Den Internationalen Wettbewerb gewann Ivan Ostrochovsky mit der europäischen Koproduktion "Servants". Eine lobende Erwähnung erhielt die norwegische Produktion Hope", der Amnesty International Preis ging an "Son-Mother". Produzent Kaveh Farnam, im Februar mit dem Goldenen Bären für Doch das Böse gibt es nicht" ausgezeichnet, nahm ihn persönlich entgegen. Neu eingeführt wurde ein Komödien-Wettbewerb mit sieben internationalen Titeln, den der schwedische Beitrag "Call Mom!" von Lisa Ashan gewann. Die Retrospektive war Max Ophüls gewidmet. Seine internationale Premiere feierte "We had it coming" des Kanadiers Paul Barbeau, Produzent des Venedig-Preisträgers "Pieces of a Woman". Für ein wenig VIP-Flair sorgte die dänische Schauspiel-Ikone Ulrich Thomsen.

Zahlreiche Screenings waren, natürlich unter Corona-Regulierungen, ausverkauft, das Publikum nahm den neu gewählten Termin ebenso an wie die Möglichkeit, Festival-Filme auf der großen Leinwand sehen zu können.