Kino

Hessischer Film- und Kinopreis mit Kreativprämie

Beim Hessischen Film- und Kinopreis wird in diesem Jahr einmalig eine Prämie zur Unterstützung von Kreativen hinter der Kamera ausgeschüttet. Das gab Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn heute neben den Nominierten und ersten Preisträgern bekannt.

28.09.2020 11:58 • von Jochen Müller
Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Bild: HMWK)

Der Hessische Film- und Kinopreis wird in diesem Jahr am 21. Oktober zum 31. Mal verliehen. Anstelle der großen Gala in der Alten Oper findet die Verleihung in diesem Jahr in der Frankfurter Naxoshalle statt; die Verleihung wird online übertragen. Wie Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn heute bekannt gab, werden die dadurch eingesparten Kosten als einmalige Unterstützung an "Kreative, die hinter der Kamera meist im Verborgenen arbeiten", vergeben.

"Wir haben uns sehr schnell entschieden, dass es in Corona-Zeiten keine üppige Feier mit hunderten Gästen geben kann. Auch abgesehen von den Schwierigkeiten des Infektionsschutzes wäre Business-as-usual nicht angemessen in einem Jahr, das der Film- und Kinobranche so schwer zu schaffen macht. Weil ohne Gala weniger Kosten anfallen, kommen die geplanten, nun nicht anfallenden Ausgaben auf anderem Wege der Branche zu Gute. Dazu legen wir in diesem Jahr einmalig eine Kreativprämie auf, die in den nächsten Monaten vergeben werden wird. Wir wollen damit zum einen erfahrene, zum anderen junge Gestalterinnen und Gestalter aus den Filmgewerken würdigen. Damit unterstützen wir hessische Kreative dabei, trotz der Pandemie weiterzuarbeiten, und machen sichtbar, welches Know-How es auch hinter der Kamera am Standort gibt", so die Ministerin.

Ebenfalls heute bekannt gegeben wurden die Nominierten für den Hessischen Filmpreis und den Hessischen Fernsehpreis.

Für den Hessischen Filmpreis sind nominiert:

Kurzfilm (dotiert mit 5.000 Euro; Nominierungsgeld: je 1.000 Euro):

"Sonntagmorgen" von Franziska Wank

"We Will Survive" von Nele Dehnenkamp

"Your Future" von Maren Wiese und Petra Stipeti?

Dokumentarfilm (dotiert mit 20.000 Euro; Nominierungsgeld: je 4.000 Euro):

"At the Margin" von Sita Scherer und Sara Hüther

Oeconomia" von Carmen Losmann

"Wer wir waren" von Marc Bauder

Spielfilm (dotiert mit 23.000 Euro; Nominierungsgeld: je 4.000 Euro):

Die Wolf-Gäng" von Tim Trageser

"Toubab" von Florian Dietrich

Coup" von Sven O Hill

Für den undotierten Hessischen Fernsehpreis sind nominiert:

Beste Schauspielerin:

Steffi Kühnert in Meine Nachbarn mit dem dicken Hund"

Vanessa Loibl in Unsere wunderbaren Jahre"

Lilith Häßle in "Ein Schritt zuviel"

Bester Schauspieler:

Godehard Giese in Unschuldig"

David Schütter in "Unsere wunderbaren Jahre"

Niki von Tempelhoff in "Ein Schritt zuviel"

Erste Preisträger stehen auch bereits fest. So erhält Uwe Kockisch den "Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten", der mit 7.500 Euro dotierte "Newcomerpreis" geht an die Kurzfilmerin Brenda Lien, mit dem "Drehbuchpreis" wird Nicolas von Passavant für Vor dem Dunkel" ausgezeichnet, den "Preis für den besten Hochschulfilm" erhält Jennifer Kolbe für "MILK".