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VDD formuliert Erwartungen an neue ARD-Programmdirektorin

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren hat Christine Strobl zu ihrer kommenden neuen Aufgabe gratuliert. Von der neuen Programmdirektorin der ARD erhofft sich der Verband vor allem eine Stärkung des fiktionalen Programms.

25.09.2020 15:08 • von Marc Mensch
Christine Strobl (Bild: ARD Degeto)

Der Vorstand des Verbands Deutscher Drehbuchautoren hat erfreut auf die Nachricht reagiert, dass Christine Strobl ab 1. Mai 2021 neue Programmdirektorin der ARD wird - nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen, die man mit Strobl an der Spitze der Degeto gemacht hatte.

"Als Christine Strobl 2012 die Degeto übernahm, machte sie vieles besser als ihre Vorgänger, die das Unternehmen nicht nur in der Branche in Misskredit brachten. Das Dialogangebot der DrehbuchautorInnen nahm sie gerne an, und in Gesprächen und mehrtägigen Workshops mit ihr und Sascha Schwingel trug sie die in der ARD stets propagierte, aber bis dahin nicht immer gelebte Transparenz auch in die Autorenschaft hinein. Die Degeto begriff unter Christine Strobls Leitung die Wichtigkeit von uns Erzählerinnen und Erzählern, um modernes fiktionales Programm gewährleisten zu können", heißt es in einem Statement des VDD.

Mit diesem Lob verbindet der Verband auch seine Erwartungen an die Gestaltung des ARD-Programms unter ihrer Leitung. Dazu heißt es: "Der Verband Deutscher Drehbuchautoren gratuliert Christine Strobl zur neuen Aufgabe als Programmdirektorin der ARD. Wir erhoffen uns von ihr die Stärkung des fiktionalen Programms im Ersten. Die Erfahrungen der letzten Jahre dürften gezeigt haben, dass sich eine Spitzenposition in einem immer stärker umkämpften Markt nur mit einprägsamen AutorInnenstimmen erreichen lässt. Fiktion ist kein Add-On, sondern Kernaufgabe des Rundfunkstaatsvertrags und emotionale Brücke zu den Problemen und Herausforderungen unserer Zeit. Wir wünschen Christine Strobl für die neue Aufgabe eine glückliche Hand und viele neue Ideen, bei denen sie gern auf AutorInnen als professionelle Ideen-Geber zurückgreifen kann. Es gibt viel zu tun, aber es gilt auch die Vorteile eines föderalen TV-Systems zu verteidigen."

Gratuliert hat der VDD-Vorstand auch Thomas Schreiber, dem designierten Nachfolger von Christine Strobl als Degeto-Geschäftsführer. Von ihm erwarte man sich "den Ausbau einer diversen, pluralen und meinungsstarken Erzähllandschaft innerhalb der Degeto-Produktionen - und stets einen offenen Gedankenaustausch."