Produktion

Mittel für German Motion Picture Fund sollen verdoppelt werden

Der Bund plant für 2021 eine weitere deutliche Aufstockung des BKM-Etats, die auch dem Filmbereich zugute kommen soll. So ist angedacht, die Serienförderung des GMPF zu verdoppeln, auch die geplante Fortsetzung des Zukunftsprogramms Kino ist nun mit einer konkreten Zahl versehen.

23.09.2020 11:29 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Die Bundesregierung wird nach derzeitigem Stand ihre Ausgaben für Kultur und Medien im nächsten Jahr um mehr als 120 Mo. Euro steigern. Nach dem heute vom Kabinett verabschiedeten Regierungsentwurf für den Haushalt 2021 stünden für die BKM dann insgesamt 1,94 Milliarden Euro zur Verfügung. Das wäre ein Plus von rund 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Selbstverständlich steht der Regierungsentwurf unter dem Vorbehalt der weiteren Haushaltsaufstellung, insbesondere des parlamentarischen Haushaltsverfahrens.

Sollte der Entwurf umgesetzt werden, wäre der Kulturetat der Bundesregierung seit dem Amtsantritt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Jahr 2013 damit um rund 60 Prozent gestiegen - seit dem Amtsantritt von Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2005 sogar um rund 85 Prozent.

Profitieren soll unter anderem der Bereich der Filmförderung: So sollen die Mittel für den vom Bund getragenen German Motion Picture Fund zur Förderung von Serienproduktionen auf künftig 30 Mio. Euro verdoppelt werden. Für die bereits in Aussicht gestellte Neuauflage des Zukunftsprogramms Kino (I) im Jahr 2021 sind demnach erneut 15 Mio. Euro vorgesehen. Im laufenden Jahr war das Programm wegen der Corona-Krise aufgestockt worden.

"Während unser Milliarden-Rettungsprogramm 'Neustart Kultur' gerade auf Hochtouren läuft, untermauern wir mit diesem starken Haushaltsansatz für das letzte Jahr der Legislaturperiode einmal mehr unsere gemeinsame Überzeugung: Gerade in Zeiten der Krise ist Kultur das Fundament für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kunst, Kultur und Medien machen uns immer wieder unser hohes Privileg bewusst, in einem Land der Presse-, der Kultur- und der Meinungsfreiheit zu leben, in dem kontroverse Debatten möglich, gewollt und auch auszuhalten sind", so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Eine erste positive Reaktion kam von der Produzentenallianz. Deren Vorsitzender Alexander Thies erklärte: "Die Aufstockung des GMPF für das Jahr 2021 ist ein wichtiges Signal der Bundesregierung an die Branche. Mit der künftigen Ausstattung stärkt der GMPF nicht nur die High-End-Serie als eine zentrale, zeitgenössische Erzählform, sondern unterstreicht auch die Bedeutung dieser Programmform als wichtiges Kultur- und Wirtschaftsgut. In Zeiten, in denen die Branche eine nie dagewesene Krise erlebt, gibt diese Stärkung des Produktionsstandorts Deutschland eine wichtige Orientierung für das kommende Jahr 2021."