Produktion

Erster "Croods 2"-Trailer: "Noch mehr Comedy als Teil 1"

Am 17. Dezember kommt "Die Croods - Alles auf Anfang" in die deutschen Kinos. Endlich wurde der erste Trailer für den Familienfilm von DreamWorks Animation veröffentlicht. Wir sprachen mit Regisseur Joel Crawford und Produzent Mark Swift über den Trailer und das Projekt.

22.09.2020 14:41 • von Thomas Schultze
Familienspaß ahoi: Endlich gibt es den ersten Trailer von "Die Croods 2" (Bild: Universal)

Am 17. Dezember kommt "Die Croods - Alles auf Anfang" in die deutschen Kinos. Endlich wurde der erste Trailer für den Familienfilm von DreamWorks Animation veröffentlicht. Wir sprachen mit Regisseur Joel Crawford und Produzent Mark Swift über den Trailer und das Projekt.

Endlich gehen Sie mit dem ersten Trailer von "Die Croods - Alles auf Anfang" an den Start. Was wollen Sie vermitteln?

Joel Crawford: Lust soll er machen natürlich. Es ging uns aber auch darum, sieben Jahre nach dem ersten Film zu zeigen, dass die Croods-Familie zurück ist und man wieder die gleiche Art von Spaß und Abenteuer erwarten kann - wenn überhaupt gibt es bei uns noch mehr Comedy als in Teil 1. Wir stellen die altbekannten Figuren noch einmal vor, aber auch die neue Prämisse, dass die uns bekannte Familie in der Steinzeit diesmal auf eine andere Familie trifft, die in der Evolution schon einen Schritt weiter ist. Daraus entstehen Konflikte, die wir auf die möglichst witzige Weise lösen.

Wie viel wird im Trailer bereits verraten, was behalten Sie noch als Überraschung im Köcher?

Mark Swift: Darüber haben wir lange diskutiert. Man will ja nicht gleich den ganzen Film herschenken. Also haben wir uns überlegt, wie man dem Publikum am besten diese Familie noch einmal nahebringt, was sie auszeichnet, was sie ausmacht. Ein bisschen wollen wir andeuten, in welche Richtung sich die neue Geschichte bewegen wird und wie die neuen Figuren aussehen. Es geht darum, den grundsätzlichen Dreh der Geschichte zu zeigen. Aber wir halten uns dennoch bedeckt, was in der zweiten Hälfte des Filmes noch alles passieren wird. Und das ist eine Menge.

Joel Crawford: Wichtig ist es in einem ersten Trailer, dem Publikum zu vermitteln, wie der Ton sein wird, was für eine Art von Film es erwartet. Die Geschichte selbst und die Handlungswendungen sind nicht so wichtig. Vielleicht zeigen wir ein bisschen mehr davon in kommenden Trailern. Wenn man nach dem Trailer aber schon sagt: Das spricht mich an, das ist genau die Art von Familienfilm, für die ich ins Kino gehe, das ist eine echte Fortsetzung, die da ansetzt, wo der erste Film aufgehört hat. Dann haben wir gute Arbeit geleistet. Wir wollen unbedingt vermitteln, dass "Die Croods 2" sehr lustig sein wird, eine große Komödie, die auf den ersten Teil noch einmal ordentlich draufpackt.

Wir denn alles Material, dass in diesem Trailer zu sehen ist, auch im fertigen Film zu sehen sein?

Mark Swift: Alles wird im Film sein. Stimmt schon, das ist nicht immer der Fall. Oft werden erste Trailer schon sehr früh produziert, wenn man noch mitten in der Arbeit an einem Film steckt. Aber wir sind schon sehr weit, fast fertig. Da sollte man dem Publikum dann auch nur Dinge zeigen, die dann auch wirklich im Film sein werden. Tatsächlich ist es so, dass ein paar Einstellungen im Trailer noch nicht ganz fertig sind. Sie sehen schon gut aus, werden aber im fertigen Film noch besser aussehen. Wir fanden aber, dass es wichtig war, sie dem Publikum gleich zu zeigen.

Sie haben selbst schon erwähnt, dass der erste Film bereits 2013 in die Kinos kam. Tatsächlich wurde eine Fortsetzung schon damals angekündigt, für das Jahr 2017.

Joel Crawford: Ups.

Mark Swift: Es ging ziemlich rund bei DreamWorks Animation, wie Sie vermutlich wissen. Und das ist im Grunde auch schon die Antwort: Das Studio wurde von Universal Pictures gekauft. Damit kam ein neues Management an Bord, das sich erst einmal Zeit genommen hat, jeden einzelnen Titel anzusehen und zu evaluieren. Die Croods" befand sich damals in der Entwicklung, aber man war nicht ganz glücklich mit der Ausrichtung der Fortsetzung. Damals sind auch Joel als Regisseur und ich als Produzent an Bord gekommen und haben das Projekt übernommen. Es gab ein paar Ideen und es stand fest, dass die Croods auf eine moderne Familie treffen sollen. Aber darüber hinaus war da noch nicht viel, das uns richtig gefallen hat. Wir haben den Film auf komplett neue Beine gestellt - und sind gerade im Moment fertig geworden damit. Knapp drei Jahre für einen kompletten Animationsfilm, das ist ziemlich zügig.

"Die Croods" wurde von Chris Sanders und Kirk DeMicco realisiert, zwei Animationskünstler mit einer sehr starken und unverkennbaren Handschrift und Vision. Fiel es Ihnen schwer, ihr Erben anzutreten?

Joel Crawford: Ich vergöttere Chris und Kirk, ich vergöttere den ersten "Croods"-Film: Er sieht toll aus, er ist lustig, er hat wunderbare Figuren. Ich bin ein Riesenfan. Genau so bin ich an die Sache rangegangen: als Fan. Da schluckt man natürlich erst einmal. Man will dieser Marke unbedingt gerecht werden und nichts kaputt machen. Aber es war klar, dass Chris und Kirk den Film nicht machen würden können, weil sie anderweitige Verpflichtungen hatten. Aber Chris nahm sich die Zeit und ging mit uns die ersten Fassungen des Drehbuchs durch. Er sagte uns, was ihm wichtig ist, worauf es ihm ankommt. Und dann gab er uns seinen Segen und ließ uns machen: Findet Eure eigene Stimme. Das war ein starkes Signal, irre ermutigend. Ich ließ mich davon leiten, den Figuren und der Welt gerecht werden zu wollen. Aber im Zweifelsfall habe ich mich nie gefragt: Wie würde Chris das machen? Ich habe mich gefragt, was ich jetzt richtig finde. Der erste Film hatte auch eine etwas ernste Seite: Es geht um das Ende der Welt. Wir wollten einfach eine Komödie machen, die die Figuren abfeiert. Das entspricht auch meinem Wesen als Filmemacher.

Das Gespräch führte Thomas Schultze