Kino

UPDATE: Rheinland-Pfalz senkt Mindestabstand im Kino

Ab dem 16. September muss in rheinland-pfälzischen Kinos nur noch ein Sitz zwischen Besuchern außerhalb einer Gruppe ohne Kontaktbeschränkungen frei bleiben, das sieht die 11. Corona-Bekämpfungsverordnung vor. Wermutstropfen ist, dass der freie Sitzplatz auch nach hinten und vorne gewährleistet sein muss, laut Veordnung unabhängig vom Reihenabstand.

11.09.2020 19:26 • von Marc Mensch
Kulturminister Konrad Wolf (Bild: Doreen Tomkowitz)

Gute Nachrichten für Kinobetreiber in Rheinland-Pfalz: Gemäß der am 16. September in Kraft tretenden 11. Corona-Bekämpfungsverordnung wird der Mindestabstand im Saal zwischen Besuchern (außerhalb von Gruppen, für die ohnehin keine Kontaktbeschränkung besteht) auf einen Sitzplatz verringert, sofern die Einrichtungen über eine feste Bestuhlung oder einen festen Sitzplan verfügen. Die Publikumsbegrenzungen werden bei weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregeln auf 250 Personen in Innenräumen und 500 im Freien erhöht. Die Absenkung des Mindestabstandes ist - anders als in Berlin und Schleswig-Holstein - dem Wortlaut der Mitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur zufolge offenbar nicht an eine Maskenpflicht im Saal gebunden.

(UPDATE: Wermutstropfen ist allerdings, dass der freie Sitz nach dem Wortlaut der Verordnung auch nach hinten und vorne gewährleistet sein muss, unabhängig vom Reihenabstand...)"Die Lockerungen sind ein wichtiger Schritt für die rheinland-pfälzische Kulturszene. Uns ist bewusst, dass die Einrichtungen stark unter den notwendigen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung leiden. Mit dem Herbst werden Veranstaltungen in Innenräumen zunehmen. Durch angepasste Abstandsgebote wollen wir ermöglichen, dass mehr Menschen als bisher in den Genuss von Kultur kommen können und dabei gleichzeitig geschützt sind. Auch den Musikbereich stärken wir durch eine Abstandverringerung und machen Proben sowie Auftritte einfacher", spricht sich Kulturminister Konrad Wolf für die Anpassungen aus. Und weiter: "Wir treffen diese Entscheidung sehr verantwortlich. Die Änderungen sind nur möglich, weil die aktuelle Entwicklung der Pandemie diese Lockerungen möglich macht. Die Gesundheit des Publikums und der Bevölkerung stehen dabei an erster Stelle."