Festival

Berlinale 2021 als physischer Event

Die Berlinale-Leiter Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek haben bekannt gegeben, dass die 71. Berlinale wie vorgesehen vom 11. bis 21. Februar stattfinden wird. Für den EFM ist indes ein hybrides Modell geplant. Außerdem werden die Darstellerpreise künftig genderneutral vergeben.

24.08.2020 13:43 • von Thomas Schultze
Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian verkünden Veränderungen bei der Berlinale (Bild: Alexander Janetzko / Berlinale)

Die Berlinale-Leiter Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek haben bekannt gegeben, dass die wie vorgesehen vom 11. bis 21. Februar stattfinden wird. Für den EFM ist indes ein hybrides Modell geplant. Die Umsetzung von Festival und Markt soll entsprechend der dann gültigen Rahmenbedingungen erfolgen und die größtmögliche Sicherheit aller Gäste gewährleisten. Inwiefern es Anpassungen in der Festivalstruktur, der Filmprogrammierung sowie der Gesamtzahl der eingeladenen Filme geben wird, will die Festivalleitung in den kommenden Wochen festlegen. Bereits beschlossen ist, dass die Sektion Generation in den Wettbewerben Generation Kplus und Generation 14plus 2021 ausschließlich Langfilme mit einer Spielzeit von mindestens 60 Minuten und keine Kurzfilme zeigen wird.

In einem Statement sagen Rissenbeek und Chatrian: "Festivals und Märkte sind Orte der Begegnung und der Kommunikation. Das gilt für das Publikum ebenso wie für die Branche. In einer lebendigen Beziehung zum Publikum sehen wir ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Festivals. In Zeiten der Corona-Pandemie ist noch deutlicher geworden, wie sehr wir auch analoge Erlebnisräume in der Kultur benötigen. Wir freuen uns, dass weltweit langsam wieder Festivals mit einem Publikum vor Ort stattfinden und wünschen unseren Kolleg*innen viel Erfolg."

Einschneidende Veränderungen wird es bei der Vergabe der Darstellerpeise geben. Künftig werden keine Silbernen Bären für einen besten Darsteller und eine beste Darstellerin verliehen. Man hat sich bei den Schauspielern für Genderneutralität entschieden und wird fortan einen Silbernen Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle und einen Silbernen Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle vergeben. Nachdem es in diesem Jahr Wirbel um den Alfred-Bauer-Preis gegeben hatte aufgrund der Position des Berlinale-Gründers während des Nationalsozialismus, wird es diesen Preis künftig nicht mehr geben. Ersetzt wird er von dem neu geschaffenen Silberner Bär Preis der Jury.

"Die Auszeichnungen im Schauspielfach nicht mehr nach Geschlechtern zu trennen, ist ein Signal für ein gendergerechteres Bewusstsein in der Filmbranche", erklärt das Leitungsduo der Berlinale.