Kino

Programm für Filmkunstmesse Leipzig steht

Unter Einhaltung aller notwendigen Abstands- und Hygieneregeln findet von 14. bis 18. September die 20. Filmkunstmesse Leipzig statt. Heute wurde das Programm veröffentlicht.

19.08.2020 12:11 • von Jochen Müller
Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino-Gilde und Organisator der Filmkunstmesse Leipzig (Bild: AG Kino-Gilde)

"Wir freuen uns, dass die Verleiher mit 58 eingereichten Filmen ein positives Signal für den Markt setzen und erwarten um die 600 Fachbesucher*innen in Leipzig", erklärte der Organisator der Filmkunstmesse Leipzig und Geschäftsführer der AG Kino-Gilde,Felix Bruder, heute anlässlich der Programmvorstellung für deren 20. Ausgabe, die von 14. bis 18. September stattfindet.

Eröffnungsfilm ist Julia von Heinz' Venedig-Beitrag Und morgen die ganze Welt". Ebenfalls in Leipzig gezeigt werden wird Uberto Pasolinis Nowhere Special", der auch in Venedig laufen wird, Suzanne Lindons "Frühling in Paris", der Teil der offiziellen Auswahl in Cannes war und auch in Toronto und San Sebastian zu sehen sein wird, der Silberne-Bär-Gewinner "Die digital Naiven - Das Internet vergisst Dich nie", Viggo Mortensens Regiedebüt Falling", Sönke Wortmanns Contra", Marcus H Rosenmüllers Rotzbub" sowie die fünf Filme des Short Tiger Awards, die jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt werden. Wie die Veranstalter betonen, werde es aufgrund der Corona-bedingt beschränkten Kapazitäten in den Kinosälen in diesem Jahr mehr Screenings geben; fast alle Filme würden dreimal gezeigt werden.

Im Angebot der Filmkunstmesse Leipzig befinden sich auch zwei hochkarätig besetzte Panels. So diskutieren am 15. September FFA-Vorstand Peter Dinges, die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, Weltkino-Geschäftsführer Michael Kölmel und der AG-Kino-Gilde-Vorsitzende Christian Bräuer unter der Moderation von Blickpunkt:Film-Chefredakteur Ulrich Höcherl zum Thema "Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen jetzt für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?"

Mit der Frage "Neustart der Filmindustrie: Wie hat sich die Corona-Krise international ausgewirkt?" beschäftigt sich tags darauf ein Panel, auf dem Unifrance-Geschäftsführerin Daniela Elstner, die Vorsitzende des Kulturausschusses im Europaparlament, Sabine Verheyen, Berlinale-Direktor Carlo Chatrian und der AG-Kino-Gilde-Vorsitzende Christian Bräuer sitzen werden.

Das Seminarprogramm der Filmkunstmesse Leipzig, das teilweise auf www.filmkunstmesse.de live gestreamt wird, will Kinobetreibern einen Überblick über Förderprogramme in der Corona-Krise geben und beschäftigt sich außerdem u.a. mit Themen wie digitalem Kundenmanagement, der Vernetzung von lokalem Marketing, Branchenkampagnen und Filmwerbung und innovativer Programmgestaltung in Zeiten der Corona-Krise.

Auch in diesem Jahr präsentiert Frank Völkert (FFA) auf der Filmkunstmesse Leipzig wieder die Programmkinostudie. Erstmals findet dort ein persönliches Treffen des von der AG Kino - Gilde aufgebauten Netzwerks Landkino statt, auf dem die neue Online-Plattform präsentiert werden soll. In verschiedenen Veranstaltungen der Filmkunstmesse Leipzig stehen außerdem die Themen "junges Publikum" und "Diversität" im Fokus.

"Mit der Filmkunstmesse wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Kinomarkt anzukurbeln. Die Herausforderungen für alle MarktteilnehmerInnen sind derzeit immens. Hier soll die Filmkunstmesse die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch geben, wie wir den Herausforderungen begegnen. Genauso wie Filmfestivals, lebt auch die Filmkunstmesse von der persönlichen Begegnung. Und auch wenn die Herausforderungen der Corona-Pandemie für die Branche natürlich die zentralen Themen sein werden, ist es auch Zeit, dass wir wieder stärker über Filme reden und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir diese am Besten unserem Publikum vermitteln", erklärt der AG-Kino-Gilde-Vorsitzende Christian Bräuer.

Weitere Informationen unter www.filmkunstmesse.de.