Produktion

Doppelspitze für Regiestudiengang an der HFF München

Julia von Heinz und Marcus H. Rosenmüller übernehmen zum Wintersemester 2020/21 in Nachfolge von Andreas Gruber die Leitung des Studiengangs Regie Kino- und Fernsehfilm an der HFF München. Die Lösung ist allerdings auf zwei Jahre befristet.

10.08.2020 13:55 • von Marc Mensch
Julia von Heinz übernimmt gemeinsam mit Marcus H. Rosenmüller ab dem kommenden Wintersemester für zwei Jahre die Leitung des Studiengangs Regie Kino- und Fernsehfilm an der HFF München (Bild: HFF/Robert Pupeter)

Der Studiengangs Regie Kino- und Fernsehfilm an der HFF München erhält erstmals eine Doppelspitze. Julia von Heinz und Marcus H Rosenmüller übernehmen dessen Leitung zum Wintersemester 2020/21 - wenn auch nur vorübergehend. Die Vertretungsprofessur ist auf zwei Jahre befristet, "um gerade in einer Zeit des schnellen Wandels in der Film- und Medienbranche die Ausrichtung des Studiengangs an aktuelle Entwicklungen anpassen zu können", wie es in einer Pressemitteilung der HFF heißt. Andreas Gruber, der die Leitung des Studiengangs 18 Jahre lang innehatte, emeritiert im Oktober 2020. Julia von Heinz von Marcus H. Rosenmüller, die bereits in den vergangenen Jahren als Professor*in in der Regie-Abteilung unterrichtet hatten, bleiben weiter in der Branche aktiv.

Die Aufteilung einer Professur ist für beide Filmschaffende kein Neuland: Als zum Oktober 2016 eine Professoren*in-Stelle zur Verstärkung des Lehrstuhls Kino- und Fernsehfilm bewilligt wurde, übernahm diese zunächst Julia von Heinz im Doppel mit Michaela Kezele. Als Julia von Heinz sich ab Oktober 2018 zunächst wieder verstärkt eigenen Projekten widmete, übernahm ihre Nachfolge - weiterhin gemeinsam mit Michaela Kezele - Marcus H. Rosenmüller.

HFF-Präsidentin Bettina Reitz: "Julia von Heinz und Marcus H. Rosenmüller bringen ein sehr breit gefächertes filmisches Oeuvre und damit eine formell und inhaltlich sehr weitreichende Ausrichtung mit. Dementsprechend groß sind auch die Offenheit, Neugier und Professionalität, mit der sie den Projekten der HFF-Student*innen begegnen und sie ermutigen, sich kreativ auszuprobieren. Diese Energie war bei beiden schon in ihrer bisherigen Lehrtätigkeit sofort spürbar, und ich habe, als es um die Besetzung der Stelle ging, sofort an diese Doppelspitze gedacht. Umso mehr freue ich mich, dass ich Julia von Heinz und Marcus H. Rosenmüller in Absprache mit dem Senat der Hochschule nun als neue gemeinsame Leitung der HFF-Spielfilmregie-Abteilung gewinnen konnte; ich danke dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für diesen schönen Vertrauensbeweis. Gleichzeitig gilt mein Dank Prof. Andreas Gruber, der die Regie-Abteilung bisher geleitet und über 18 Jahre entscheidend geprägt hat. Aus dieser Zeit sind zahlreiche erfolgreiche Alumni*ae hervorgegangen, die national wie international mit ihren Arbeiten sichtbar und wertvolle Botschafter*innen der an der HFF München gelebten wie gelehrten Filmkultur sind."

Julia von Heinz und Marcus H. Rosenmüller: "Schon während unserer bisherigen Zeit als Professor*in an der HFF München war es uns eine Freude, die Student*innen bei der Entfaltung ihrer Kreativität und ihres Talents zu fördern. Dass wir diese inspirierende vertrauensvolle Arbeit nun als Leitungs-Doppel der Regie-Abteilung fortsetzen und weiter gestalten können, empfinden wir als große Ehre und Vertrauensbeweis der HFF-Kolleg*innen und Student*innen. Wir wollen den Student*innen ihr Handwerk solide beibringen, aber noch viel wichtiger ist uns, dass sie suchen und experimentieren. Dass sie in ihrer Zeit an der HFF München ihre ur-eigenste Stimme finden, ihre Haltung, aus der heraus sie ihre Geschichten erzählen. Das kann große Unterhaltung sein - eine der wichtigsten Aufgaben des fiktionalen Erzählens - es können aber auch die Anliegen ihrer Geschichten sein. Filme können die Welt schlechter machen, das wissen wir alle. Sie können Menschen zu Objekten machen, Gewalt verherrlichen, Propaganda unmenschlicher Systeme sein. Und Filme haben die Kraft, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Der zukünftige Beruf der Student*innen bringt eine große Verantwortung mit sich und wir freuen uns darauf, den Weg dorthin mit ihnen zu beschreiten."