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Disney: Chapek deutet weiteren Streamer an

Im Rahmen der Vorstellung der letzten Disney-Quartalsbilanz erklärte Firmenchef Bob Chapek einen weiteren Streamingdienst einführen zu wollen.

07.08.2020 13:40 • von Jörg Rumbucher
Firmenboss Bob Chapek (Bild: Disney)

Für den internationalen Markt will Disney einen weiteren SVoD-Service einführen. Dies deutete Disney-CEO Bob Chapek in Gesprächen mit Investoren und Analysten anlässlich der Quartalsbilanz an. Neu daran war die Information, dass der Dienst unter dem Namen "Star" auf Kundenfang gehen soll. Dabei handelt es sich um eine von Disney erworbene Marke in Zusammenhang mit dem Erwerb von 20th Century Fox-Assets. Der Name "Star" wird bereits in Teilen von Südostasien verwendet.

In welchen internationalen Märkten darüber hinaus Star eingeführt werden soll, erklärte Chapek nicht. Allerdings soll sie dem US-Dienst Hulu ähneln, der von Disney kontrolliert wird. Vorgänger Robert Iger hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass Hulu international ausgerollt werden soll. Davon war nun nicht mehr die Rede.

Star-Inhalte würden, so Chapek, von den Disney-Marken ABC, FX, Freeform, Searchlight und 20th Century Studios kommen. Lizensierter Content käme dagegen nicht in Frage.

Wörtlich sagte Chapek: "Was das allgemeine internationale Unterhaltungsangebot betrifft, möchten wir unsere erfolgreiche Disney+-Strategie widerspiegeln, indem wir unsere technische Disney+-Plattform nutzen, bereits vorhandene Inhalte einbringen, und unter einer erfolgreichen internationalen Marke vertreiben, die wir auch bereits besitzen, natürlich Star."

Der Umsatz der Direct-to-Consumer & International-Sparte, in der Disney+ integriert ist, stieg im letzten Quartal um zwei Prozent auf vier Mrd. Dollar, der Betriebsverlust kletterte von 562 auf 706 Mio. Dollar. Dieser Anstieg basiert laut Konzern auf der laufenden Einführung von Disney+ - die Verluste konnten teilweise durch höhere Ergebnisse bei Star und ESPN+ ausgeglichen wurden.