Kino

Raubkopierer händigen Bitcoins aus

Ein bereits festgesetzter Programmierer der illegalen Plattform movie2k.to hat den Behörden freiwillig die vor allem aus Werbung erzielten Einnahmen herausgegeben. Dabei soll es sich laut Generalstaatsanwalt Dresden um 25. Mio. Euro handeln.

05.08.2020 10:30 • von Jörg Rumbucher
- (Bild: B:F)

Im Zuge der Ermittlungen gegen die Betreiber des illegalen Portals movie2k.to ist es zu einer bemerkenswerten Wendung gekommen. Laut Generalstaatsanwaltschaft Dresden händigte einer der festgesetzten Verdächtigen den Behörden 25 Mio. Euro in Bitcoins aus. Diese wurden von den Behörden beschlagnahmt. Demnach habe einer der verantwortlichen Programmierer der seinerzeit illegal operierenden Website den Betrag freiwillig übergeben.

Die mutmaßlichen Täter hatten die Gelder aus Werbung und aus Einnahmen über Abofallen erwirtschaftet. Das Raubkopier-Portal movie2k.to zählte zu den reichweitenstärksten seiner Art. Über einige Jahre hinweg waren mehrere Hundertausend urheberrechtlich geschützte Filme abrufbar.

Zwei mutmaßlich Verantwortliche sitzen seit November 2019 in Untersuchungshaft. Laut Generalstaatsanwaltschaft liegen umfassende Geständnisse vor.