Kino

Sony Pictures: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Aufgrund der Corona-bedingten Kinoschließungen hat Sony Pictures im ersten Quartal seines Fiskaljahres weniger Umsatz erzielt, konnte den Gewinn aber steigern.

04.08.2020 10:45 • von Jochen Müller
Sony-CEO Kenichiro Yoshida (Bild: imago images / AFLO)

Rückläufige Umsätze aufgrund der Corona-bedingten Kinoschließungen sowie niedrigere Einnahmen bei den Media Networks konnten auch durch gestiegene Lizenzerlöse für TV-Produktionen nicht kompensiert werden, so dass Sony Pictures im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang von knapp sechs Prozent auf umgerechnet rund 1,4 Mrd. Euro verbuchte. Vor allem der Ausfall von Marketingkosten für Kinostarts führte dafür, dass der operative Gewinn im gleichen Zeitraum von rund 3,2 Mio. Euro auf rund 200 Mio. Euro anstieg.

Während die Umsätze des Kinosegments Corona-bedingt mit 5,09 Mio. Euro um 96 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraum lagen, stiegen die Home-Entertainment-Erlöse um knapp 60 Prozent auf 270,7 Mio. Euro. Ebenfalls gestiegen sind die Umsätze von Sony Pictures in der TV-Produktion - um 44 Prozent auf 506,6 Mio. Euro. Die TV-Sender von Sony Pictures verzeichneten hingegen ein Minus von 21 Prozent beim Quartalsumsatz (355,5 Mio. Euro).

In die noch von der Corona-Pandemie geprägte unmittelbare Zukunft blickend heißt es in dem Quartalsbericht von Sony Pictures: "Auch wenn einige Kinos auf der Welt wieder öffnen, ist eine große Zahl immer noch geschlossen oder müssen die Zahl der Besucher begrenzen, was Auswirkungen auf das Boxoffice hat. Daher sind wir nicht in der Lage, unsere bereits fertiggestellten Filme in die Kinos zu bringen."

Es sei daher zu erwarten, dass die Kinoumsätze sowie die anschließenden Umsätze in den Bereichen Home Entertainment und TV-Lizenzen rückläufig sein würden.

Insgesamt erzielte der Sony-Konzern im zurückliegenden Quartal einen Umsatz von rund 15,77 Mio. Euro - ein Plus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der operative Gewinn ging im gleichen Zeitraum um rund ein Prozent auf 1,83 Mrd. Euro zurück.