Kino

Britischer Regisseur Alan Parker gestorben

Sir Alan Parker drehte wunderschöne Musik- und Konzertfilme und prägte die westliche Vorstellung eines türkischen Gefängnisses mit dem Drama "Midnight Express". Er verstarb Ende der vergangenen Woche.

03.08.2020 15:25 • von Michael Müller
Der britische Regisseur Alan Parker (Bild: Kurt Krieger)

Der britische Regisseur Alan Parker ist mit 76 Jahren gestorben. Filme wie Bugsy Malone", Angel Heart" oder Evita" machten ihn weltbekannt. Das britische Filminstitut bestätigte seinen Tod nach langer Krankheit schon am vergangenen Freitag. Zweimal erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester Regisseur: für den Gefängnisfilm Midnight Express" und das Rassismus-Drama Mississippi Burning". Häufig kreisten seine Filme um die Musik wie in Fame", "The Commitments" oder "Pink Floyd the Wall".

Gleich mit seinem Debütfilm "Bugsy Malone" wurde Parker für den Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes nominiert. Die von ihm gezeichnete Brutalität eines türkischen Knastes in "Midnight Express" wurde sprichwörtlich. Und das Vietnamheimkehrer-Drama Birdy" mit Matthew Modine und Nicolas Cage brachte Parker den Großen Preis der Jury in Cannes ein. Seine letzten beiden Filme waren die Frank-McCourt-Bestseller-Verfilmung Die Asche meiner Mutter" und Das Leben des David Gale" mit Kevin Spacey und Kate Winslet.

Parker wurde in Islington bei London geboren. Er startete in der Werbebranche, kam dann über die britische Werbung in den 1970er-Jahren zur BBC und drehte TV-Filme. Der Filmemacher war zweimal verheiratet und hinterlässt seine Frau Lisa Moran, die mit ihm auch als Produzentin zusammenarbeitete.