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Joana Vicente und Cameron Bailey zum 45. TIFF: "Wichtig ist, dass die Kunstform stark bleibt"

Die Festivalleiter Cameron Bailey und Joana Vicente sprachen mit Blickpunkt:Film über die Titel, die für das 45. Toronto International Film Festival ausgewählt wurden, und über die Schwierigkeiten, die sich bei der Organisation eines Festival während einer Pandemie ergaben.

30.07.2020 16:09 • von Thomas Schultze
Cameron Bailey und Joana Vicente wollen das unabhängige Weltkino stärken (Bild: imago images / UPI Photo)

Die Festivalleiter Cameron Bailey und Joana Vicente sprachen mit Blickpunkt:Film über die Titel, die für das 45. ausgewählt wurden, und über die Schwierigkeiten, die sich bei der Organisation eines Festival während einer Pandemie ergaben.

Das TIFF hat sich für einen hybriden Ansatz entschieden. Sie Anzahl der Filme wurde von rund 250 Titeln auf lediglich 50 Filme reduziert. In Toronto selbst wird es unter Einhaltung der Abstands- und Sicherheitsregeln Filmvorführungen für das lokale Publikum geben. Die internationale Presse und Branche wird das Festival dagegen online erleben.

Unter den 50 Filmen finden sich drei Fernsehserien, ein weiteres Indiz, dass Kino und Fernsehen nicht mehr scharf getrennt voneinander zu sehen sind. Es gibt neue Filmer von Spike Lee, Thomas Vinterberg und Werner Herzog (der einzige deutsche Filmemacher im diesjährigen Line-up; zudem gibt es eine handvoll deutscher Koproduktionen internationaler Filmemacher). Als Teil einer Kooperation zwischen Venedig, Toronto, Telluride und New York wird das Festival außerdem neue Titel von Chloe Zhao und dem indischen Talent Chaitanya Tamhane zeigen. Einige der größeren Namen unter den Filmemachern sind Schauspieler, die zum Teil ihre ersten Regiearbeiten vorstellen: Halle Berry, Regina King und Viggo Mortensen.

Am meisten beeindruckt an der Auswahl, dass etwa 45 Prozent der Filme im Programm von People of Color gemacht wurden. Das ist eine ebenso auffällige Anzahl wie die besonders hohe Zahl von weiblichen Filmemachern, die für den Wettbewerb in Venedig ausgewählt wurden. Das Festival sagt dazu: "Die starke Repräsentation von Frauen, schwarzen Menschen, indigenen Menschen und People of Color in der diesjährigen Filmauswahl des TIFF spiegelt das anhaltende Bemühen der Organisation wider, Genderparität und Gleichheit aller ethnischen Gruppen für kommende Generationen zu normalisieren.

Die Ankündigung des Festivals, das sich besonders für das unabhängige Filmschaffen auf der ganzen Welt einsetzt, kommt nur einen Tag nach einem Interview von Regisseur und Produzent Oren Moverman in Variety, in dem er sagte: "Für mich ist ganz eindeutig, dass das unabhängige Kino, wie wir es kennen und lieben, vorbei ist." Gleichzeitig gerät das klassische Auswertungsfenster für Kinofilme immer stärker unter Druck.

Für alle Bereiche des Filmgeschäfts ist es eine neue Welt: Die Herausforderung für Filmfestivals besteht darin, relevant zu bleiben, das unabhängige Filmgeschäft zu unterstützen und neuen Filmemachern einen Weg in einen zunehmend schwierigen Markt zu eröffnen - und zu zeigen, dass unabhängiges Kino auch weiterhin eine praktikable und profitable Zukunft haben kann.

Sie stellen das Programm für das diesjährige Toronto International Film Festival unter den denkbar ungewöhnlichsten Umständen vor. Wie geht es Ihnen dabei? Hätten Sie sich eine solche Situation jemals vorstellen können?

CAMERON BAILEY: Alles gut. Wir freuen uns, weil wir endlich Filme vorstellen können. Es war ein ziemlich wildes Abenteuer, um zu diesem Punkt zu kommen. Aber hier sind wir.

JOANA VICENTE: Wir befinden uns alle gemeinsam im Büro. Das hatten wir schon eine Weile nicht mehr. Es geht also voran.

War es schwieriger, die Filme für ein hybrides Festival zu sichern. Es gibt vor Ort in Toronto Vorführungen, aber die internationale Filmindustrie kann fast ausschließlich lediglich digital teilhaben.

JOANA VICENTE: Da gab es ein paar ganz eigene Herausforderungen. Manchen Leuten sind tatsächlich Vorführungen in einem Kinosaal mit großer Leinwand ein ganz besonderes Anliegen. Wir sind froh, dass wir das anbieten können, zwar nicht im gewohnten Umfang und im gewohnten Ambiente, aber immerhin... Der Mix mit Drive-in-Vorführungen und internationalen Screenings ist sehr reizvoll.

CAMERON BAILEY: Schon richtig, es war nicht ganz einfach, die Filme zu bekommen, weil sich alles laufend - und immer noch - täglich geändert hat. Ständig haben sich die Starttermine geändert. An einem Tag sollte ein spezieller Titel noch in diesem Jahr starten, am kommenden Tag war er schon auf 2021 verschoben und damit nicht mehr erreichbar für uns. Und das war noch nicht einmal die größte Herausforderung. Die größte Herausforderung für uns war die Frage: Was ist ein Filmfestival in der Ära einer Pandemie? Wie kann es aussehen? Wie soll es sich anfühlen? Was will das Publikum? Womit fühlt sich das Publikum wohl? Wonach sehnt es sich? Das waren Fragen, die wir beantworten mussten. Daran haben wir Monate geknapst. Und schließlich kam dieses Hybrid heraus, das Joana bereits angesprochen hat. Ganz deutlich ist, dass ein Riesenbedürfnis besteht, endlich wieder neue Filme zu sehen. Es gibt ein Bedürfnis, sich wieder zu versammeln, es aber sicher zu machen. So hat sich für uns langsam unsere Lösung herauskristallisiert.

JOANA VICENTE: Gleichzeitig präsentieren wir eine sehr starke digitale Plattform für die Presse und die Industrie. Wir mussten allen unseren Freunden überall auf der Welt, die in diesem Jahr nicht nach Kanada reisen können, einen Zugang ermöglichen. Zudem wollten wir den Menschen auch die Gelegenheit geben, ihren Geschäften nachzugehen, Panels und Pressekonferenzen zu besuchen. Wir stellen ein ziemlich ansehnliches Programm zusammen.

Sie haben eine Partnerschaft mit Venedig, Telluride und New York bekanntgegeben. Wie hat sich die Festivallandschaft während der Pandemie verändert? Und werden diese Veränderungen permanent sein?

CAMERON BAILEY: Wir haben feststellen dürfen, wie viel uns vereint, wie viel wir gemeinsam haben, wie sehr wir einander brauchen. Es gibt ein Ökosystem aus Filmfestivals, das existiert, um Filmemacher zu unterstützen, um die Filmindustrie zu unterstützen sowie die Filmkultur der Zukunft. Wir alle ziehen da gemeinsam an einem Strang, und obwohl der Kalender schon auch einmal dafür sorgen kann, dass wir in Wettbewerb miteinander treten, haben wir in diesem Jahr erst so richtig verstanden, wie wichtig es ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Die Gespräche, die wir mit den von Ihnen genannten Festivals hatten, sind ein Teil davon. Aber wir haben auch mit vielen anderen Festivals auf der Welt und in Kanada darüber gesprochen, wie wir uns gegenseitig dabei helfen können, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen.

JOANA VICENTE: Es ist ein Ökosystem. Das war also eine Gelegenheit für uns, zusammenzuarbeiten und zu teilen. Wir alle stehen vor ungeahnten Herausforderungen. Diese Unterstützung war eine große Hilfe.

In dieser Woche haben Universal und AMC eine Abmachung bekannt gegeben, die zwar Exklusivität der Leinwandauswertung garantiert, aber nur noch für 17 Tage. Was bedeutet das schrumpfende Auswertungsfenster für ein Festival wie das TIFF? Werden so genannte Filmfestivals in der Zukunft mehr und mehr VOD-Veranstaltungen?

CAMERON BAILEY: Wir legen unseren Fokus auf die Kunst des Films. Wir wollen großartige Filme der Welt vorstellen, die das Beste spiegeln, was diese Kunstform zu bieten hat. Ob sie nun von Produzenten für eine konventionelle Kinoauswertung vorgesehen werden oder von den Streamingdiensten stammen, ist für uns nicht von primärer Bedeutung. Wichtig ist, dass die Kunstform stark bleibt. Wenn das Publikum einen Film sieht wie "Spring Blossom", das Regiedebüt der Französin Suzanne Lindon, wird es erkennen, dass es sich um ein umwerfendes neues Talent handelt, und wir sind froh, wenn Menschen sich den Film überhaupt ansehen, in welcher Form auch immer. Oder ein Filmemacher wie Chaitanya Tamhane, der "Court" gemacht hat, der vor ein paar Jahren in Venedig lief: Er hat einen neuen Film, der einfach irre ist, "The Disciple". Ich denke, dass viele Leute, die bisher vielleicht nur seinen Namen gehört haben, jetzt realisieren werden, dass es sich bei ihm um eine neue bedeutende Größe des Weltkinos handelt. Wir sind einfach froh, ihm eine Plattform bieten zu können. Manche Leute werden den Film auf unserer Online-Plattform sehen, andere vielleicht in einem Open-Air-Kino oder in einem normalen Kinosaal. Aber ich denke, jeder wird die ungeheure Qualität des Films erkennen können.

JOANA VICENTE: Wir sind schon seit Längerem Agnostiker, was die Plattform anbetrifft. Wir haben auch früher schon Filme ins Festival aufgenommen, die später direkt bei einem Streamingdienst gelandet sind.

Wie können Sie in diesem Jahr das unabhängige Kino unterstützen? Gibt es besondere Pläne in einem Jahr, in dem das Filmgeschäft sich mit außergewöhnlichen Härten konfrontiert sieht?

CAMERON BAILEY: Zunächst ist es wichtig, überhaupt erst einmal für Aufmerksamkeit für großartige unabhängige Filme zu sorgen. Das machen wir heute mit der Vorstellung unseres diesjährigen Programms und der Unterstützung, die wir Filmemachern bieten. Später in dieser Woche werden wir das Industrieprogramm enthüllen. Ein besonderer Fokus wird auf aufstrebenden Talenten liegen, junge Leute, die gerade erst mit ihrer Karriere beginnen. Wir bringen Filmemacher, die ihre Projekte im Markt präsentieren, mit Einkäufern hier in Kanada und im Rest der Welt zusammen. Das ist ein wichtiges Element unserer Unterstützung. Wir wollen, dass diese Filme von einem großen Publikum gesehen werden. Wir wollen, dass sie von Verleihern auf der ganzen Welt oder von Plattformen oder von wem auch immer, der sie einem Publikum präsentieren kann, gekauft werden. Das können wir anbieten. Gleichzeitig wollen wir Begegnungen ermöglichen, junge Filmemacher mit erfahrenen Regisseuren zusammenbringen. Unser Online-Programm für die Industrie wird das ebenfalls ermöglichen.

JOANA VICENTE: Wir hoffen auch, dass die kleinere Auswahl in diesem Jahr dazu beiträgt, die einzelnen stärker ins Rampenlicht zu rücken und die nötige Plattform zu geben.

Weniger Filme bedeutet als auch mehr Platz für jeden einzelnen?

CAMERON BAILEY: Ich denke, dass sich jeder Film merken wird, dass er in diesem Jahr mehr Raum in Toronto hat. Normalerweise zeigen wird rund 250 Titel. In diesem Jahr sind es 50. Allein dieser Umstand rückt das Schlaglicht stärker auf jeden einzelnen Titel. Vor allem sehe ich es als Möglichkeit, brandneue Talente zu entdecken oder Leute zu fördern, die neue Filme am Start haben. Ich denke an Chloé Zhao und ihren Film Nomadland", ein wunderbarer Film, mit dem sich als Filmemacherin auf ein ganz neues Level begibt. Dann haben wir bekannte Namen wie Regina King, Halle Berry und Viggo Mortenson, die man weltweit als Schauspieler kennt und sich jetzt als Regiedebütanten noch einmal neu vorstellen - mit einer kleinen Einschränkung: Viggo ist kein Debütant. Es ist aber ziemlich aufregend zu entdecken, wie ihre filmische Vision aussieht.

Netflix wird dieses Jahr keine Filme nach Toronto schicken. Es spricht ja nicht unbedingt für die Bedeutung des TIFF, wenn es sich Netflix leisten kann, einfach auf Sie zu verzichten.

CAMERON BAILEY: Wie wir alle sucht Netflix, denke ich, nach den besten jungen Talenten, die sich einen Namen im Filmgeschäft machen wollen. Obwohl Netflix in diesem Jahr keine Filme auf das Festival bringen wird, die sie bereits besitzen, werden sie sicherlich höllisch genau hinsehen, ob es nicht ein paar Titel gibt, die für ihre Plattform in Frage kommen könnten. Unser Festival ist für sie als Markt unverändert von Bedeutung. Dass sie in diesem Jahr nicht aktiv ins Festivalgeschehen eingreifen, ist Teil einer strategischen Entscheidung während der Pandemie, die wir gut nachvollziehen können. Wir standen während der gesamten Zeit in engem Kontakt mit ihnen. Sie sind gute Freunde und wichtige Unterstützer von uns. Wir wissen, dass wir zurückkehren werden. Wir wissen aber auch, dass wir auch ohne Netflix viele starke Filme im Angebot haben, auf die auch Netflix gespannt sein werden.

Gestern hat Oren Moverman in einem Gespräch mit Variety gesagt, das Geschäftsmodell für den unabhängigen Film stünde vor dem Kollaps. Kann das TIFF in diesem Jahr und vielleicht auch in der Zukunft den Gegenbeweis antreten? Wie wird sich die Zukunft gestalten?

JOANA VICENTE: Wir sind es, die gestalten, wie die Zukunft aussehen wird. Keiner kann mit Gewissheit sagen, wie sie aussehen wird, aber offenkundig findet eine Beschleunigung statt, wie Filme in die Kinos gebracht werden. Ich kann aber mit einer gewissen Bestimmtheit sagen, dass Arthouse-Kinos wie unsere TIFF Lightbox kein Auslaufmodell sind. Sie werden weiter bestehen.

CAMERON BAILEY: Ich sitze neben Joana Vicente, eine der Pionierinnen des digitalen Filmemachens, die schon vor 20 Jahren die Modelle in Frage gestellt hat, wie Filme produziert und vertrieben werden. Wir haben also ein paar ziemlich helle Köpfe hier beim TIFF, die sich nicht an Konventionen gebunden fühlen. Wir wollen die Geschichte des Films respektieren, sind aber auch immer auf der Suche danach, wie man Dinge anders und hoffentlich besser machen kann. Dieses Jahr hat sich uns die Gelegenheit geboten, genau das umzusetzen.

Das Gespräch führte Kaleem Aftab.

Das 45. Toronto International Film Festival findet statt vom 10. bis 19. September 2020.

Eröffnungsfilm

"David Byrne's American Utopia" von Spike Lee; USA

"180 Degree Rule" von Farnoosh Samadi; Iran

"76 Days Hao Wu von Weixi Chen; USA

Ammonite" von Francis Lee; Großbritannien

"Another Round (Druk)" von Thomas Vinterberg; Denmark

"Bandar Band" von Manijeh Hekmat; Iran/Deutschland

"Beans" von Tracey Deer; Kanada

"Beginning (Dasatskisi)" von Dea Kulumbegashvili; von Georgien/Frankreich

"The Best is Yet to Come (Bu zhi bu xiu)" von Wang Jing; China

Bruised" von Halle Berry; USA

City Hall" von Frederick Wiseman; USA

Concrete Cowboy" von Ricky Staub; USA

"The Disciple" von Chaitanya Tamhane; India

"Enemies of the State" von Sonia Kennebeck; USA

Falling" von Viggo Mortensen; Kanada/Großbritannien

The Father" von Florian Zeller; Großbritannien/Frankreich

"Fauna" von Nicolás Pereda; Mexiko/Kanada

"Fireball: Visitors from Darker Worlds" von Werner Herzog, Clive Oppenheimer; Großbritannien/USA

"Gaza mon amour" von Tarzan Nasser, Arab Nasser; Frankreich/ Deutschland/Portugal/Palästina/Qatar

"Get the Hell Out ( Tao chu li fa yuan )" von I-Fan Wang; Taiwan

Good Joe Bell" von Reinaldo Marcus Green; USA

"I Care A Lot" von J Blakeson; Großbritannien

"Inconvenient Indian" von Michelle Latimer; Kanada

"The Inheritance" von Ephraim Asili; USA

"Lift Like a Girl ( Ash ya Captain )" von Mayye Zayed; Ägypten/Deutschland/Dänemark

"Limbo" von Ben Sharrock; Großbritannien

"Memory House ( Casa de Antiguidades )" von João Paulo Miranda Maria; Brasilien/Frankreich

"MLK/FBI" von Sam Pollard; USA

"The New Corporation: An Unfortunately Necessary Sequel" von Joel Bakan, Jennifer Abbott; Kanada

New Order ( Nuevo orden ) Michel Franco; Mexiko

"Night of the Kings ( La Nuit des rois )" von Philippe Lacôte; Elfenbeinküste/Frankreich/Kanada/Senegal

"Nomadland" von Chloé Zhao; USA

"No Ordinary Man" von Aisling Chin-Yee, Chase Joynt, Kanada

"Notturno" von Gianfranco Rosi; Italien/Frankreich/Deiutschland

"One Night in Miami " vonRegina King; USA

"Penguin Bloom" von Glendyn Ivin; Australia

"Pieces of a Woman" von Kornél Mundruczó; USA/Kanada/Ungarn

"Preparations to Be Together For an Unknown Period of Time ( Felkészülés meghatározatlan ideig tartó együttlétre )" von Lili Horvát; Ungarn

Quo Vadis, Aïda?" Jasmila ?bani?; Bosnien-Herzegowina/Norwegen/Niederlnde/Österreich/Rumänioen/Frankreich/Deuitschland/Polen/Türkei

"Shadow In The Cloud" von Roseanne Liang; USA/Neuseeland

"Shiva Baby" von Emma Seligman; USA/Kanada

"Spring Blossom" von Suzanne Lindon; Frankreich

"Summer of 85 ( Été 85 )" von François Ozon; Frankreich

"The Third Day" von Felix Barrett, Dennis Kelly; Großbritannien

Trickster" von Michelle Latimer; Kanada

"True Mothers (Asa ga kuru) von Naomi Kawase; Japan

"Under the Open Sky ( Subarashiki sekai)" von Miwa Nishikawa; Japan

"Violation" von Madeleine Sims-Fewer, Dusty Mancinelli; Kanada

"Wildfire" von Cathy Brady; Großbritannien/Irland

Abschlussfilm

"A Suitable Boy" von Mira Nair; Großbritannien/Indien