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ZDF verlängert Hilfsfonds für Produzenten

Die Zusage des ZDF, sich u.a. an zusätzlichen Produktionskosten bei Corona-bedingten Drehunterbrechungen zu 50 Prozent zu beteiligen, war ursprünglich bis Ende Juli 2020 befristet. Nun wurde die Unterstützungsmaßnahme bis Mitte September verlängert.

30.07.2020 10:30 • von Jochen Müller
ZDF-Intendant Thomas Bellut (Bild: ZDF)

"Wir stehen zu unserer Verantwortung und tun, was wir können, um die Fernsehbranche bestmöglich zu unterstützen", erklärt ZDF-Intendant Thomas Bellut in einer Pressemitteilung, in der das Zweite die Verlängerung seines im März verkündeten Unterstützungsprogramms für von der Corona-Pandemie betroffene Produktionen. Ursprünglich bis Ende Juli terminiert, soll es nun bis Mitte September weiterlaufen.

Im Rahmen der Maßnahmen übernimmt das ZDF 50 Prozent der zusätzlichen Kosten, die durch die Corona-bedingte Drehunterbrechung entstanden sind. Sogar zu 100 Prozent übernimmt das ZDF bei Auftragsproduktionen alle Mehrkosten für zusätzlichen Arbeitsschutz und Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus können Abschlagszahlungen zur Verbesserung der Liquidität der Produktionsfirmen auch weiterhin zeitlich vorgezogen werden.

Bellut betont allerdings, dass man mit Beitragsgeldern nicht alle unternehmerischen Risiken abfedern könne - auch Produktionsfirmen und Politik seien hier gefordert."Mit unserem Maßnahmenpaket wollen wir helfen, die Zeit zu überbrücken, bis ein staatlicher Ausfallfonds greift. Die Initiative von Bund und Ländern begrüße ich ausdrücklich. Nötig ist jetzt eine enge Koordinierung, damit Deutschland dem Beispiel anderer europäischer Länder folgen kann. Wir werden es nur gemeinsam schaffen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten", so Bellut abschließend.