Kino

China riegelt Hauptstadt von Xinjiang ab

Während Kinos im Großteil Chinas ab heute den Betrieb wieder aufnehmen dürfen, zeigt sich, wie strikt die Regierung auf neue Covid-19-Ausbrüche reagiert. Wenige neue Infektionsfälle reichten aus, um die Provinzhauptstadt Ürümqi wieder einem kompletten Lockdown zu unterwerfen.

20.07.2020 10:52 • von Marc Mensch
China reagiert nun auch auf kleinere Infektionsausbrüche mit weitreichenden Lockdown-Maßnahmen (Bild: imago images/Christian Ohde)

Seit heute können Kinos in weiten Teilen Chinas wieder öffnen - leider mit Ausnahme von Peking und mehrerer benachbarter Regionen, wo einem Wiederaufflammen der Infektionszahlen zuletzt mit neuerlichen Sicherheitsmaßnahmen begegnet wurde; Medienberichten zufolge offenbar erfolgreich.

Noch entschiedener ging China unterdessen gegen die Gefahr einer neuen Infektionswelle in Ürümqi, der Hauptstadt der autonomen Region Xinjiang, vor. Einem Bericht des US-Nachrichtendienstes CNN zufolge reichten bereits sechs neue Fälle, um die Stadt umgehend einem kompletten Lockdown mit umfassenden Ausgangssperren zu unterwerfen, CNN spricht von Maßnahmen wie zu Kriegszeiten. Tatsächlich wurde - anders als in Peking - unter anderem auch der UBahn-Verkehr in der Stadt eingestellt.

Dass die chinesische Regierung in Ürümqi besonders hart durchgreift, dürfte durchaus auch der Tatsache geschuldet sein, dass Xinjang unter anderem Heimat von rund elf Mio. Angehörigen der Minderheit der Uiguren ist.