Produktion

Hamburg fördert Fromm, Salonen und Schweiger

Die höchsten Förderungen bei den Sitzungen der Gremien High End und Nordbuster der FFHSH gingen an die Serienprojekte "Tod von Freunden" und "Gefesselt" sowie an Til Schweigers "Kurt".

17.07.2020 09:47 • von Barbara Schuster
Hannu Salonen beschäftigt sich mit "Gefesselt" (Bild: Kurt Krieger)

Die Münchner Neue Bioskop Television hat für die Serie "Gefesselt" jüngst 350.000 Euro Förderung von der FFHSH erhalten. Hannu Salonen ist als Regisseur an Bord, das Drehbuch stammt von Max Eipp, Dinah Marthe Golch und Mark Monheim. "Gefesselt" erzählt die wahre Geschichte einer Opferbetreuerin, die bei einem rätselhaften Entführungsfall im Hamburg der 1990er Jahre auf die grausame, unentdeckte Mordserie des sogenannten Säurefassmörders Lutz Reinstrom stößt.

Mit "Tod von Freunden" bereitet der Hamburger Regisseur und Autor Friedemann Fromm mit Mette Soe als Ko-Autorin eine siebenteilige Drama-Serie vor.Letterbox Filmproduktion produziert und hat ebenfalls 350.000 Förderung von der FFHSH zugesprochen bekommen, nachdem nordmedia bereits mit 200.000 Euro unter die Arme gegriffen hat. "Tod von Freunden" erzählt von zwei deutsch-dänischen Familien, die sich in der Flensburger Förde ein Paradies geschaffen haben. Die Freundschaft wird auf die Probe gestellt, als der 16-jährige Sohn der einen Familie bei einem Segeltörn über Bord geht und verschwindet. Mit 27 Drehtagen in Hamburg und weiteren 29 in Schleswig-Holstein bezeichnet die FFHSH das Projekt als "echtes Nordprojekt".

Auch Til Schweigers neues Kinoprojekt erhielt Unterstützung aus dem Norden - und das gleich aus zwei Gremien: "Kurt" nach dem Roman von Sarah Kuttner, erhielt 180.000 Euro aus dem Bereich High End und 240.000 Euro aus dem Nordbuster-Gremium.

Im Bereich Projektentwicklung wurde die Serie "Schneekönig" mit 40.000 Euro bedacht: Das Projekt hat seine Heimat bei carte blanche International. Stephan Wagner inszeniert die 1989 in Hamburg spielende Geschichte um Drogenhändler Blacky nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Katja Eichinger schrieb. Ebenfalls Projektentwicklung (25.000 Euro) erhielt "Torschlusspanik" von Cuckoo Clock Entertainment. Sebastian Grobler inszeniert den Stoff von Judy Horney und Heike Fink, in dem vier beste Freundinnen gleichzeitig beschließen, schwanger zu werden.

Das Nordbuster-Gremium hat zudem Nils Mohl mit 50.000 Euro Drehbuchförderung für seine neue Geschichte "Pepper" bedacht. 40.000 Euro Drehbuchförderung des High-End-Gremiums gingen an die Bankraub-Serie "Zwei Minuten" von Dennis Schanz ("Skylines") und Florian Dietrich (Dietrich übernimmt auch die Regie). 25.000 Euro gingen an "Wunschzettel" von Ali Hakim und dessen Ko-Drehbuchautoren Max König und Raoul Reinert. Die Produktion von Cuckoo Clock Entertainment entseht im Rahmen der Initiative "Der besondere Kinderfilm". Je 20.000 Euro gab es für die Impro-Serie "Die beste Welt" (Riva Filmproduktion) von Sebastian Ladwig und Iris Baumüller sowie für die Animationsserie "Johnny Sinclair: Geisterjäger" (youngfilms) von Nikolaus von Uthmann und Sabine Städing.

Alle Förderungen im Detail unter www.ffhsh.de