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Diego Maradona erwägt rechtliche Schritte gegen Netflix

Die Fußball-Legende erwägt rechtliche Schritte gegen Netflix, da der Streamingdienst in Paolo Sorrentinos "The Hand of God" ein nicht autorisiertes Foto von ihm verwendet.

13.07.2020 12:48 • von Jochen Müller
Regisseur des Netflix-Films "The Hand of God": Paolo Sorrentino (Bild: Kurt Krieger)

Netflix droht Ungemach von Diego Maradona. Stein des Anstosses: in Paolo Sorrentinos "The Hand of God", den der Streamingdienst in der vergangenen Woche vorgestellt hatte, taucht ein Foto der Fußball-Legende auf, dessen Verwendung von dessen nicht autorisiert worden war, teilte Maradonas Anwalt Matias Morla jetzt über Twitter mit, und kündigte an, dass sich sein Mandant rechtliche Schritte vorbehalte.

Der Filmtitel "The Hands of God" ist ein Verweis auf eine Aussage Maradonas nach dem WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und England im Jahr 1986. Maradona hatte ein Tor mit der Hand erzielt und erklärte anschließend, es sei sein Kopf und die Hand Gottes gewesen, mit denen das Tor erzielt worden sei.

Wie Netflix bei der Vorstellung von Sorrentinos Film betonte, handele es sich dabei aber nicht um einen Sportfilm oder einen Film über Maradona. Vielmehr sei er eine persönliche Schilderung von Sorrentinos Jugend im Neapel der 1980er Jahre.

Und doch ist beides auf tragische Weise miteinander verbunden. Als Sorrentinos Eltern in den 1980er Jahre bei einem Unfall ums Leben gekommen waren, überlebte der damals 16-Jährige nur, weil er sich weigerte, mit seinen Eltern mitzufahren, weil er ein Spiel des SSC Neapel, bei dem Maradona damals unter Vertrag stand, sehen wollte.