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Herbstfestivals beschließen Zusammenarbeit

Innerhalb weniger Wochen finden im September/Oktober die Filmfestivals in Venedig, Toronto, New York und Telluride statt. In Zeiten von Corona wollen diese Festivals in diesem Jahr nicht als Konkurrenten auftreten, sondern zusammenarbeiten.

09.07.2020 11:02 • von Jochen Müller
Mostra-Festivalleiter Alberto Barbera (Bild: Asac - La Biennale di Venezia)

Anstatt wie bisher als Konkurrenten aufzutreten, haben die Filmfestivals in Venedig (2. bis 12. September), Telluride (3. bis 7. September), Toronto (10. bis 20. September) und New York (27. September bis 3. Oktober) vor der Hintergrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr beschlossen, zusammenzuarbeiten.

"Die Kunstform, die wir lieben, ist in einer Krise", heißt es in einem gemeinsamen Statement der vier Festivals. Die Pandemie habe betreffe jeden und daran müsse man sich anpassen. "Wir haben beschlossen, zusammenzuarbeiten, wie wir es zuvor noch nie getan haben." Und so wollen sich die vier Filmfestivals nach eigener Aussage als gemeinsame Plattform präsentieren. "Wir sind zum Nutzen von Filmemachern, Publikum, Journalisten und Branchenvertretern da, die das Ökosystem 'Film' am Leben halten. Wir müssen das gemeinsam tun."

Alle vier Festivals planen derzeit ein physisches Event. Die Verantwortlichen in Venedig und Toronto hatten aber bereits mitgeteilt, physische und Online-Screenings kombinieren und die Anzahl der Filme reduzieren zu wollen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des New York Film Festival und des Telluride Film Festival werde man im Sommer unter den "herausfordernden Umständen" an einer gemeinsamen Plattform für den Herbst arbeiten.