Produktion

NRW und Hamburg stellen Mittel für Künstler und Selbstständige in Aussicht

Im Zuge der Corona-Krise saßen Kreativschaffende und Soloselbstständige oftmals zwischen den Stühlen von Wirtschafts- und Kulturförderung, was den Neustart Kultur zu einer bislang für zahlreiche Akteure zähen Angelegenheit macht. Auf Landesebene wollen nun unter anderem Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit aktuellen Maßnahmen nachbessern.

08.07.2020 15:49 • von
Will mit der Überbrückungshilfe Plus Soloselbstständige und Freiberuflern helfen: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (Bild: Foto: Land NRW, Screenshot land.nrw)

Im Zuge der Corona-Krise saßen Kreativschaffende und Soloselbstständige oftmals zwischen den Stühlen von Wirtschafts- und Kulturförderung, was den Neustart Kultur zu einer bislang für zahlreiche Akteure zähen Angelegenheit macht. Auf Landesebene wollen nun unter anderem Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit aktuellen Maßnahmen nachbessern.

In Hamburg geht es dabei um eine "Neustartprämie" über 2000 Euro, die "Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen" helfen soll, "die eigene kreative Tätigkeit auch unter Corona-Bedingungen wieder ins Laufen zu bringen", wie es aus Hamburg heißt. Die "Neustartprämie" soll dazu beitragen, dass "diese für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hamburg unverzichtbare Gruppe möglichst gut durch diese schwierige Zeit kommt". Antragsberechtigt für diese "einmalige und pauschale Neustartprämie" sollen Mitglieder der Künstlersozialkasse sein, aber auch jene, "die inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen".

In Nordrhein-Westfalen kündigt Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart derweil mit der sogenannten "NRW Überbrückungshilfe Plus" ein "Zusatzprogramm für den Unternehmerlohn" an. Antragsberechtigt seien "Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Umsätze in den Monaten April und Mai 2020 mindestens 60 Prozent" unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen. "Sie erhalten für die Monate Juni bis August verlorene Zuschüsse, mit denen sie Umsatzausfälle ausgleichen und betriebliche Fixkosten decken können", wie es aus Düsseldorf heißt.

Im Zuge dieser Maßnahme sollen Soloselbstständige und Freiberufler "eine einmalige Zahlung in Höhe von 1000 Euro pro Monat für maximal drei Monate" erhalten können. "Die Landesregierung rechnet mit 100.000 Antragstellern für das Zusatzprogramm und stellt hierfür 300 Millionen Euro bereit."

Text: Knut Schlinger