Kino

US-Kinoketten klagen gegen Staat New Jersey

In der New Jersey geltenden Regelung, dass beispielsweise Kirchen nach der Corona-bedingten Schließung wieder öffnen dürfen, Kinos aber nicht, sehen die US-Kinoketten AMC, Cinemark und Regal eine Verletzung der Verfassung.

08.07.2020 09:09 • von Jochen Müller
AMC gehört zu den Klägern gegen die Fortsetzung der Kinoschließungen in New Jersey (Bild: Frederic J. Brown/AFP/Getty Images)

Die US-Kinoketten AMC, Cinemark und Regal ziehen gegen den Staat New Jersey vor Gericht. US-Medienberichten zufolge klagen sie dagegen, dass in dem US-Bundesstaat zwar beispielsweise Kirchen, aber auch Geschäfte und Shoppingmalls wieder öffnen dürfen. Kinos hingegen nicht.

"Mit dieser Klage werfen die Kläger der Beklagten eine verfassungswidrige und rechtswidrige Unterscheidung vor, indem sie einigen Orten, wo sich Menschen in der Öffentlichkeit versammeln, gestatten, wieder zu öffnen, während Kinos geschlossen bleiben müssen", so die von der National Association of Theatre Owners of New Jersey am Montag eingereichten Klage, in der es weiter heißt: "COVID-19 ist ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko für die Allgemeinheit und die Kläger unterstützen faire und angemessene Maßnahmen der Regierung, um diesen Risiken zu begegnen. Die von der Regierung verfügte Schließung der Kinos ist aber weder fair noch angemessen, sondern vielmehr eine Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte der Kläger wie dem Recht der freien Meinungsäußerung sowie der Gleichbehandlung vor dem Gesetz und ist außerdem ein Eingriff in das Eigentum ohne entsprechende Kompensation."

In den USA steigen die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten derzeit sprunghaft an; in New Jersey jedoch deutlich langsamer als in vielen anderen US-Bundesstaaten. Daher hat der Staat New Jersey jetzt zwar Phase zwei seines Wiedereröffnungsplans gestartet, der u.a. Läden und Shoppingmalls beinhaltet, für den Start von Phase drei, in der auch Kinos wieder öffnen dürfen, gibt es aber noch keinen Zeitpunkt.