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Ausfallfonds: NRW und Bayern unterstützen TV-Produktionen

Anders als der von der Bundesregierung in die Wege geleitete Ausfallfonds, der nur bei Kino- und High-End-Produktionen greift, kündigten beide Bundesländer an, auch Mittel für klassische TV-Auftragsproduktionen bereitzustellen.

07.07.2020 13:13 • von Frank Heine
NRW gibt zehn Millionen Euro (Bild: Land NRW)

Endlich ist Bewegung in die Causa Ausfallfonds für Film- und TV-Produktionen gekommen. Der Ende vergangener Woche von der Bundesregierung aufgelegte, mit 50 Millionen Euro ausgestattete Ausfallfonds kommt nur bei Kinofilmproduktionen und High-End-Serien zum Tragen. Nun hat die Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, zehn Millionen Euro in einen Corona-Ausfallfonds für Fernseh- und Auftragsproduktionen zu investieren. Aus Bayern gab es bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Zusage über fünf Millionen Euro, wie der Vorsitzende der Produzentenallianz, Alexander Thies, in einer Mitteilung herausstellte. Mit Blick auf die beiden Bundesländer spricht Thies von einem "Zeichen mit Signalwirkung."

Besonders erfreulich sei dabei, dass NRW dafür werbe, "den durch den Bund angekündigten Ausfallfonds für Kinofilme und High-End-Serien unter Beteiligung der Bundesländer auf Fernsehproduktionen zu erweitern", so Thies. "Die Produzentenallianz favorisiert dieses gemeinsame Modell ebenfalls.

Dem Freistaat Bayern und dem Land Nordrhein-Westfalen attestierte Thies "entscheidende Sensibilität für die akuten Nöte der Branche". Nun komme es darauf an, dass diesem Beispiel weitere Länder folgten. "Denn nun geht es darum, für den Film- und Fernsehstandort Deutschland einen guten Neustart in die Wege zu leiten. Damit dies geschieht, müssen schnell gemeinsame Lösungen gefunden werden."